Frage:
Die Sahaba besuchten nie das Grab des Propheten (salla-llahu alayhi wa sallam) während ihrer Residenz in Al-Madinah.

Antwort:
Sie besuchten weder sein Grab, wenn sie in Medinah waren, noch gingen sie dort hin - weder um Du’aa zu machen oder für anderes. Vielmehr gingen sie zu seiner Moschee, und bei jedem Gebet für welches sie in seiner Moschee waren und in anderen als seiner Moschee, sagten sie: „As-salaamu ‘alaika ayyuhan Nabi wa rahmatullaahi wa barakaatuh“ und sie sandten die Segenswünsche (d.h., salla-llahu alayhi wa sallam) über ihn und baten für ihn um die Wasiilah, wenn sie den Adhan hörten – so wie er es ihnen in seiner Sunnah beigebracht hatte.
Der Nutzen darin ist gewaltig, denn was dadurch erreicht wird, wird vervielfacht im Vergleich dazu, wenn man sein Grab besuchen würde. Während sie auch fürchteten dass (der Besuch seines Grabes) ein Vorwand sein könnte, dem Schirk und ständiger Heimsuchung und Götzendienerei anheimzufallen.
Diese Furcht entstand, als es möglich war, sein Grab zu besuchen. Als sie dies blockierten – hielten sie die Menschen davon ab sein Grab zu besuchen. Auf diese Weise gab es keinen Weg, in den Schirk zu fallen oder sein Grab zur Anbetung werden zu lassen, so dass niemand zu ihm beten, sondern in seiner Moschee beten musste, denn seine Moschee ist nicht sein Grab und nicht sein Zuhause, vielmehr wurde seine Moschee gebaut, um die fünf täglichen Gebete darin zu verrichten und andere als diese.


Schaykh-ul-Islaam Ibn Taymiyyah, rahimahullah

Qaa'idah 'Adhiimah, Seite 83-84

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