Frage:
Ein Mann arbeitet in einem Luftraumkontrollzenter an einem Flughafen. Manchmal kommt die Gebetszeit, während er arbeitet, jedoch darf er seinen Posten nicht verlassen, weil er sonst das Leben der Passagiere in Gefahr bringen würde. Wie sieht die Lösung dazu aus?
 
Antwort:
Solch eine Person sollte sich auf diese Situation vorbereiten, indem sie zwei Gebete zusammenfasst und sie in einer der beiden Zeiten verrichtet. Das ein Sesshafter die Gebete zusammenfasst, hat Allah dem Muslim ermöglicht, wie aus dem Hadith von ‘Abdullaah ibn Abbaas (radiya-llahu anhu), zu ersehen ist, welcher sagte:

{أن النبي صلى الله عليه وسلم جمع بين الظهر والعصر، وبين المغرب والعشاء في المدينة من غير خوف ولا مطر. قالوا: ما أراد إلى ذلك؟ قال: أراد أن لا يحرج أمته}

„Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) fasste das Dhuhr mit dem Asr, und das Maghrib mit dem ‘Ischaa in Medinah zusammen, als es keine Furcht und keinen Regen gab.“ Sie fragten: Was hat er damit beabsichtigt? Er antwortet: „Damit seine Ummah keine Bedrängnis erleidet.” (Muslim, Nr. 1633)

Er kann sein Salah (auch) kurz fassen, um (schneller) wieder an seinen Arbeitsplatz zu kommen. Das Wesentliche ist, dass der Muslim Zeuge über sich selbst ist. Er sollte also auf der einen Seite die Befehle Allahs einhalten und auf der anderen Seite auch seine Arbeit getreulich verrichten. Er muss deshalb zwischen der Umsetzung beider Angelegenheiten schlichten: Angelegenheiten bezüglich der Schariyyah und denen der Arbeit.


Schaykh Al-Albaani, rahimahullah

Fataawaa asch-Shaikh al-Allaamah Muhammad Naasirud-Din al-Albaani, fil-Madinah wal-Imaaraat

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