Frage:
Ist das Fernsehen im Islam erlaubt? Falls ja, unter welchen Bedingungen?

Antwort:
Das Fernsehen ist eine gefährliche Erfindung und seine schädlichen Auswirkungen sind sehr groß, wie die des Kinos, oder sogar noch schlimmer. Wir wissen aus den Studien, die darüber gemacht wurden und anhand von Aussagen der Experten in arabischen Ländern und sonst wo, genug um aufzuzeigen, dass es gefährlich ist und sehr schädlich für die islamischen Glaubengrundsätze (Aqidah), Moral und die soziale Lage.

Denn es beinhaltet die Präsentation von schlechter Moral, verführerischen Szenen, unmoralischen Bildern, Halbnacktheit, zerstörerischen Aussagen und Kufr. Es ermutigt zur Nachahmung ihres Verhaltens und ihrer Art sich zu kleiden, und abschätzig auf die Rechtsschulen und die Helden des Islams zuschauen. Es beschädigt deren Ansehen, indem sie sie in einer entstellten Weise darstellen, in einer, welche die Menschen dazu bringt, sie zu verachten und zu ignorieren.

Es zeigt den Leuten, zu betrügen, zu stehlen, Verschwörungen auszubrüten und Gewaltverbrechen gegeneinander durchzuführen. Zweifellos sollte alles, das so viel Schlechtes produziert, gestoppt und gemieden werden, und wir sollten alle Türen, die dazu führen könnten, schließen. Wenn einige unsere Brüder es anprangern und sich dagegen aussprechen, können wir sie nicht beschuldigen, denn dies ist ein Teil der Aufrichtigkeit gegenüber Allah und gegenüber anderen Menschen.

Wer denkt, dass diese Erfindung (TV) frei von diesen Übeln und für einen guten Zweck genutzt werden kann, wenn es genau zensiert wird, geht zu weit und macht einen großen Fehler. Denn die Zensur verpasst gewisse Sachen und die meisten Leute wollen heutzutage die „Fremden“ nachahmen.
Es ist äußert selten, dass man Zensurier findet, die ihre Arbeit perfekt machen. Speziell heutzutage, wenn die meisten Menschen nur interessiert sind an "Zeit-Verschwendungs-Unterhaltung" und Dingen, welche die Menschen vom rechten Weg wegbringen. Die Realität beweist dies.

Wir bitten Allah, uns fernzuhalten von allem Übel, Er ist der Allgütige.
 

Schaykh Abdul-Aziz ibn Baz, rahimahullah
 
Al-Fataawa 3/227

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