Frage:
Wenn eine Person sich nicht sicher vor den Fitan ihres Landes fühlen kann bezüglich ihrer selbst und ihrer Religion, ist die Hijrah in diesem Fall eine Pflicht für den Muslim, und wohin sollte er emigrieren?
Antwort:
Wenn die Situation so ist, wie beschrieben und der Muslim in Bezug auf sich selbst und seiner Religion (bzw. religiösem Engagement) verletzbar von den Fitan seines Landes ist, dann ist ihm die Hijrah vorgeschrieben, – wenn er kann – in ein Land, wo er sich sicher fühlt bezüglich seiner selbst und seiner Religion.
Und mit Allah ist der Erfolg. Allahs Salah und salam seien auf unserem Propheten Muhammed, seiner Familie und Gefährten.
Frage:
Wie können wir heutzutage Hijrah um Allahs Willen machen?
Antwort:
Hijrah für Allah bedeutet, aus dem Land des Schirk in ein Land des Islam auszuwandern, wie es die Muslime von Makkah nach al-Madinah taten bevor ihre Leute Muslime wurden, weil es die Stadt des Islam geworden war, nachdem dessen Bewohner den Bay`ah (Treueeid) dem Propheten (Friede sei mit ihm) geschworen hatten und ihn baten, Hijrah zu ihnen zu machen.
Hijrah kann auch die Auswanderung von einem Land des Schirk in ein anderes Land des Schirk sein, wo das Übel weniger verbreitet ist und weniger Gefahr für die Muslime besteht, wie als einige der Muslime auf Befehl des Propheten (salla-llahu alayhi wa sallam) von Makkah nach Abessinien (Äthiopien) auswanderten.
Das Ständige Komitee für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen
(Schuyuch: Abdulaziz ibn Baz, Abdurrazzaq Afify, Abdullah ibn Ghudayyan)
Fataawa al-Lajnah ad-Daa'imah, Band 12, Seite 51, Fatwa-Nr. 9501