Frage (einer Frau):
Ich lebe in Holland und möchte Gynäkologie studieren und Geburtenhilfe erlernen. Wie lautet das Urteil hierüber, wenn ich weiß, dass ich während dieser Tätigkeiten, zwei Mal wöchentlich Unterrichte besuchen muss, welche von einem männlichen Lehrer gegeben werden? Der Grund, warum ich studiere, ist, da die Muslime dringend weibliche Ärztinnen brauchen, da wir momentan in diesem Bereich nur nichtmuslimische, männliche Ärzte finden. Wie lautet ihr Ratschlag, o Schaikh?

Antwort:
Aus deiner Frage verstehe ich, dass es keine weiblichen Professorinnen gibt, welche dich in diesem oder anderen medizinischen Bereichen unterrichten. Auch verstehe ich aus deiner Frage, dass dein Lehrer ein nichtmuslimscher Manns wäre. Es ist richtig, dass wir Ärztinnen benötigen, um unsere Frauen zu behandeln, sowohl in dem von dir angesprochenen Bereich, als auch in anderen speziellen Fällen.

Wenn die Situation so ist, wie von dir beschrieben und dein Land weibliche Spezialistinnen benötigt, sodass wir verhindern können, dass unsere Frauen nichtmuslimische männliche Ärzte besuchen müssen, dann sehe ich kein Problem für dich darin, dies zu studieren. Unter der Bedingung, dass du nicht alleine mit dem Lehrer bist, sondern in einer Gruppe von anderen weiblichen Studentinnen (auch wenn diese Kuffar sind).

Also besteht kein Problem darin, dass du Medizin studierst, mit der Absicht in Zukunft die muslimischen Frauen zu behandeln – doch nur, wenn du innerhalb einer Gruppe anderer Frauen und nicht alleine mit deinem männlichen Lehrer bist.


Schaykh Al-Fawzan, rahimahullah

Aus einer Audioaufnahme des Schaykes

Teilen