Frage:
Meine Frau hat gebetet, bis sie unser erstes Kind bekam. Dann wurde sei faul und behauptete, dass jeder Frau, die ein Kind entbindet, alle Sünden vergeben werden aufgrund der Schmerzen, die sie erleidet. Ist das korrekt?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah.

Das ist nicht korrekt. Wenn eine Frau – wie jeder andere auch von den Kindern Adams – von etwas betroffen ist, und sie es mit Geduld erträgt und Belohnung (von Allah) erstrebt, dann wird sie für diese Schmerzen und Schwierigkeiten belohnt werden. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) gab bereits für etwas weniger Schlimmes ein Beispiel und sagte: "dass es für jemanden, der von einem Dorn gestochen wird, als Sühne für seine Sünden gilt."

Es sollte angemerkt werden, dass jemand, der ein Unglück mit Geduld und im Streben nach der Belohnung Allahs erträgt, für diese Geduld und dieses Streben belohnt wird. Das Unglück an sich ist eine Sühne für seine Sünden. Schwierigkeiten sühnen in allen Fällen für Sünden; wenn sie von Geduld begleitet werden, wird der Mensch für seine Geduld im Angesicht der Schwierigkeit belohnt.

Wenn eine Frau ein Kind entbindet, so erleidet sie zweifellos Schmerzen und dieses Leiden ist eine Sühne für sie. Erträgt sie sie mit Geduld und strebt dabei nach Allahs Lohn, dann wird dies ihren Lohn und ihre Hasanat erhöhen … und Allah weiß es am besten.


Schaikh ibn ‘Uthaymin

MajAllah al-Da’wah, Nr. 1789, S. 61

Teilen