Es ist mustahabb „Tahnik“ [1]und Du'aa für das Neugeborene zu machen

Abu Muusa (radiya-llahu anhu) berichtete:

{وُلِدَ لِي غُلاَمٌ، فَأَتَيْتُ بِهِ النَّبِيَّ صلى الله عليه وسلم. فَسَمَّاهُ إِبْرَاهِيمَ، فَحَنَّكَهُ بِتَمْرَةٍ، وَدَعَا لَهُ بِالْبَرَكَةِ وَدَفَعَهُ إِلَىَّ.}

„Ein Junge wurde mir geboren, und ich brachte ihn zum Propheten (salla-llahu alayhi wa sallam). Er nannte ihn Ibrahim, massierte seine Mundhöhle mit Dattel(-brei) (machte Tahnik [1]), bat Allah, ihn zu segnen und dann gab er ihn mir zurück.” (Sahih Al-Bucharyy 5467, Buch 71, Hadith 1)

`A´ischa (radiya-llahu anha) berichtete:

{أُتِيَ النَّبِيُّ صلى الله عليه وسلم بِصَبِيٍّ يُحَنِّكُهُ. فَبَالَ عَلَيْهِ، فَأَتْبَعَهُ الْمَاءَ.‏}

„Dem Propheten (salla-llahu alayhi wa sallam) wurde ein kleiner Junge gebracht, damit er Tahnik mit ihm vollzieht (d.h., seine Mundhöhle mit Dattelbrei massierte). Da urinierte das Kind auf seine Kleidung, und er spülte gleich die Stelle (am Kleid) mit Wasser aus.“ (Sahih Al-Bucharyy 5468, Buch 71, Hadith 2)

Asma´ Bint Abu Bakr (radiya-llahu anhum) berichtete:

{أَنَّهَا حَمَلَتْ بِعَبْدِ اللَّهِ بْنِ الزُّبَيْرِ بِمَكَّةَ. قَالَتْ فَخَرَجْتُ وَأَنَا مُتِمٌّ، فَأَتَيْتُ الْمَدِينَةَ فَنَزَلْتُ قُبَاءً فَوَلَدْتُ بِقُبَاءٍ. ثُمَّ أَتَيْتُ بِهِ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم فَوَضَعْتُهُ فِي حَجْرِهِ. ثُمَّ دَعَا بِتَمْرَةٍ فَمَضَغَهَا، ثُمَّ تَفَلَ فِي فِيهِ فَكَانَ أَوَّلَ شَىْءٍ دَخَلَ جَوْفَهُ رِيقُ رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم. ثُمَّ حَنَّكَهُ بِالتَّمْرَةِ، ثُمَّ دَعَا لَهُ فَبَرَّكَ عَلَيْهِ.

وَكَانَ أَوَّلَ مَوْلُودٍ وُلِدَ فِي الإِسْلاَمِ، فَفَرِحُوا بِهِ فَرَحًا شَدِيدًا، لأَنَّهُمْ قِيلَ لَهُمْ: إِنَّ الْيَهُودَ قَدْ سَحَرَتْكُمْ فَلاَ يُولَدُ لَكُمْ‏.‏}

„Ich war schwanger mit `Abdullah Ibn Az-Zubair in Makka und ging hinaus (nach Al-Madina), als meine Entbindungszeit fällig war. Ich kam nach Al-Madina, ließ mich nieder in Qubaa', und entband in Qubaa'. Danach brachte ich ihn (den Jungen) zum Gesandten Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) und legte ihn in seinen Schoß. Er bat um eine Dattel, die er zerkaute und etwas davon in den Mund des Kindes führte. Damit war das erste, was in seinen Bauch kam, der Speichel des Gesandten Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam). Dann massierte er seine Mundhöhle mit dem Dattelbrei [1], sprach für ihn ein Bittgebet um Segen, während er ihn dabei streichelte.
Das Kind war das erste Neugeborene im Islam, und seine Geburt wurde als Anlass zur großen Freude (der Muslime), weil ihnen einmal folgendes gesagt worden war: „Die Juden haben euch verzaubert, damit ihr keine Kinder zur Welt bringt.“ (Sahih Al-Bucharyy 5469, Buch 71, Hadith 3)


[1]Anmerkung: "Tahnik" bedeutet, Datteln oder etwas Süßes zu zerkauen und dies in den Mund des neugeborenen Babys zu reiben. Wenn dies jemand bei seinem Baby anwenden möchte, könnte er die dünne Dattelhaut entfernen und den Brei so fein wie möglich zermalmen, dass keine Erstickungsgefahr für das Kind besteht.

Siehe auch: Ist ‚Tahnik‘ bei neugeborenen Babys Sunnah?


Die Namensgebung des Kindes

Es wurde berichtet, dass Anas ibn Maalik sagte: Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{وُلِد لي الليلة غلام فسميته باسم أبي إبراهيم...}

„Mir wurde ein Junge in dieser Nacht geboren und ich benannte ihn mit dem Namen meines Vaters Ibrahim …” (Muslim, 3126). Es wurde berichtet, dass ‘Aa’ishah sagte:

{عق رسول الله صلى الله عليه وسلم عن الحسن والحسين يوم السابع وسماهما.}

„Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) gab am siebten Tag eine ‘Aqiqah für al-Hasan und al-Husayn und er gab ihnen ihre Namen.“ (Ibn Hibbaan, 12/127; al-Haakim, 4/264. Als Sahih eingestuft von al-Haafiz Ibn Hajar in ‚Fathul-Baari‘, 9/589).

Schaykh Saalih Al-Fawzaan sagte: "Es ist auch vorzuziehen, dem Kind an diesem (siebten) Tag (der ‘Aqiqah) einen Namen zu geben, wie im ‚Sunan‘ und anderen Hadith-Büchern zu sehen ist, in denen der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte: „Das Opfer soll (für das Neugeborene) am 7. Tag stattfinden und es soll auch (an diesem Tag) einen Namen bekommen.“ (Die 5 Hadith-Bücher)
Es ist jedoch auch erlaubt, dem Kind bereits am Tag seiner Geburt einen Namen zu geben. Einige Gelehrte sind der Meinung, dass es vorrangiger ist, dem Kind am siebten Tag nach seiner Geburt seinen Namen zu geben.

Es ist ein Akt der Sunnah, dem Kind einen guten Namen zu geben, weil (Abu-d-Dardaa‘ überliefert, dass) der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{إِنَّكُمْ تُدْعَوْنَ يَوْمَ الْقِيَامَةِ بِأَسْمَائِكُمْ وَأَسْمَاءِ آبَائِكُمْ; فَأَحْسِنُوا أَسْمَاءَكُمْ.}

„Am Tag der Auferstehung werdet ihr mit euren Namen und den Namen eurer Väter gerufen; gebt euch also gute Namen.“ [3]
 
Der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) mochte gute Namen (siehe ‚Zaadul-Ma’aad, 2/336) und er verbot es, den Kindern Namen zu geben, welche die Anbetung anderer als Allah suggerieren, wie ‘Abdul-Ka’bah (Diener der Ka’bah), ‘Abdun-Nabii (Diener des Propheten), ‘Abdul-Masiih (Diener des Masiih), ‘Abdul-'Alii oder ‘Abdul-Hussein (Diener von 'Alii oder Hussein).
In dieser Angelegenheit sagte Imam Ibn Hazm (rahimahullah): „Die muslimischen Gelehrten stimmen darin überein, dass es verboten ist, Kindern Namen zu geben, die andeuten, dass jemand anderem als Allah gedient wird, wie ‘Abd-’Umar, ‘Abdul-Ka’bah und dergleichen. Jedoch gibt es keine Übereinstimmung über das Verbot, dass man sich auf Personen, die diese Namen bereits haben bezieht oder sie erwähnt, wie ‘Abdul-Muttalib, Bani ‘Abdud-Daar und ‘Abdu-Schams, jedoch nicht über die Benennung nach diesen (d.h. es gibt keine Meinungsverschiedenheit darüber, dass es verboten ist, jemanden derart zu nennen).“ (Siehe die Fußnote von ‚Ar-Rawdh Al-Murbi‘, 4/246).
 
Darüber hinaus ist es verabscheuenswert, einem Kind einen unangebrachten Namen, der eine schlechte Eigenschaft suggeriert, zu geben, wie Al-‘Asii (der Ungehorsame); Kulayb (Hündchen), Hanzalah (bittere Gurke), Murrah (bitter) und Hazan (Traurigkeit/Besorgnis). Der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) hasste schlechte Namen von Personen oder Orten und er sagte auch: „Die Namen, die Allah am liebsten sind, sind ‘Abdu-llaah (Diener Allahs) und ‘Abdur-Rahmaan (Diener des Allerbarmers).“ (Muslim 5552, 5/132)

Anmerkung:
Von Ibn ‘Umar wurde überliefert, dass der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{إِنَّ أَحَبَّ أَسْمَائِكُمْ إِلَى اللَّهِ عَبْدُ اللَّهِ وَعَبْدُ الرَّحْمَنِ}

„Eure Namen, die Allah am liebsten sind, sind ‘Abdu-llaah und ‘Abdur-Rahmaan.“ (Sahih Muslim 2132, Buch 38: Manieren und Etikette, Hadith 2)


{عَنِ ابْنِ عُمَرَ، أَنَّ ابْنَةً لِعُمَرَ، كَانَتْ يُقَالُ لَهَا عَاصِيَةُ فَسَمَّاهَا رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم جَمِيلَةَ}

„Von Ibn ‘Umar wurde überliefert, dass ‚‘Umar eine Tochter hatte, die ‘Aasiya (Ungehorsame) genannt wurde. Der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) gab ihr den Namen Jamilah.“ [4]

{عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عَمْرِو بْنِ عَطَاءٍ قَالَ: سَمَّيْتُ ابْنَتِي بَرَّةَ. فَقَالَتْ لِي زَيْنَبُ بِنْتُ أَبِي سَلَمَةَ إِنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم نَهَى عَنْ هَذَا الاِسْمِ. وَسُمِّيتُ بَرَّةَ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم: ‏‏لاَ تُزَكُّوا أَنْفُسَكُمُ. اللَّهُ أَعْلَمُ بِأَهْلِ الْبِرِّ مِنْكُمْ‏.‏ فَقَالُوا: بِمَ نُسَمِّيهَا? قَالَ: سَمُّوهَا زَيْنَبَ.‏}

Muhammad Bin 'Amr Bin 'Ataa' berichtet: „Ich gab meiner Tochter den Namen „Barrah“ (Fromme). Zainab, die Tochter von Abu Salamah sagte mir, dass Allahs Gesandter (salla-llahu alayhi wa sallam) mir verbot, mit diesem Namen zu benennen. (Sie sagte:) „Ich wurde ebenfalls Barrah genannt, doch Allahs Gesandter (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte: ‚Haltet euch nicht selbst für lauter (d.h., Beansprucht nicht die Lauterkeit für euch selbst). Allah (allein) kennt die Menschen der Birr (Tugendhaftigkeit/Frömmigkeit) unter euch.‘ Sie (die Gefährten) sagten: ‚Wie sollen wir sie dann nennen?‘, er sagte: ‚Nennt sie Zainab.‘“. [5]


{أَغْيَظُ رَجُلٍ عَلَى اللَّهِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَأَخْبَثُهُ وَأَغْيَظُهُ عَلَيْهِ رَجُلٌ كَانَ يُسَمَّى „مَلِكَ الأَمْلاَكِ.“ لاَ مَلِكَ إِلاَّ اللَّهُ!}

Abu Hurayrah erwähnte vom Gesandten Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) viele Ahadith; einer von diesen lautete, dass der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte: „Der elendste Mann bei Allah am Tage der Auferstehung, und der Abscheulichste, auf dem Sein (Allahs) Zorn liegt, wäre ein Mann, welcher „Malik al-Amlak“ (König der Könige) genannt wurde. Es gibt keinen König, außer Allah!“ [6]
Anmerkung Ende

Deshalb sollen Eltern ihren Kindern gute Namen geben und es vermeiden, ihnen verbotene oder abscheuliche Namen zu geben. Dies ist eine der elterlichen Pflichten gegenüber ihren Kindern." (Aus dem Buch „A summary of Islamic Jurisprudence“, Band 1, Kapitel 11: Aqiqah, S. 463-467)

 

‘Aqiqah (Opfertier bei Geburt des Kindes schlachten, auch: das Opfertier selbst)

Al-Hasan berichtete von Samurah Bin Jundub, dass Allahs Gesandter (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{كُلُّ غُلاَمٍ رَهِينٌ بِعَقِيقَتِهِ تُذْبَحُ عَنْهُ يَوْمَ سَابِعِهِ وَيُحْلَقُ رَأْسُهُ وَيُسَمَّى.}

„Jeder (neugeborene) Junge ist verpfändet durch seine Aqiqah, so schlachtet für ihn am siebten Tag (nach seiner Geburt), rasiert seinen Kopf und benennt ihn.“ (Al-Nasaa’y, Sunan, Buch 40: Die `Aqiqah, Kapitel 5: Wann sollte die Aqiqah gemacht werden?, Nr. 4220, Hadith 9)

Es wurde von Salmaan ibn ‘Aamir (radiyaAllahu anhu) berichtet, dass der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{مع الغلام عقيقة، فأهريقوا عنه دماً وأميطوا عنه الأذى.}

„Mit dem Jungen ist eine Aqiqah. Schlachtet (ein Tier) für ihn und entfernt das Schädliche von ihm.” (At-Tirmidhi, 1515; An-Nasaa’i, 4214; Abu Dawud, 2839; Ibn Maajah, 3164. Von al-Albani in ‚Al-Irwaa‘’, 4/396, als Sahih eingestuft).

Imaam ibn al-Qayyim (rahimahullah) sagte in ‚Tuhfat al-Mawdud‘, S. 69: "Unter den Nutzen der Aqiqah sind folgende:

  • Es ist ein Opfer {قُرْبان}, durch welches das Kind, bald, nachdem es auf die Welt gebracht wurde, Allah nah gebracht wird.
  • Es ist eine Befreiung für das Neugeborene; Seine Aqiqah befreit es, damit es für seine Eltern Fürsprache einlegen kann.
  • Es ist ein Opfer, durch welches das Neugeborene befreit wird, so wie Allah Ismaa’il durch den Widder befreite."

 

Die Beschneidung ist ein Teil der Sunan al-Fitrah

Es wurde von Abu Hurayrah berichtet:

{خمس من الفطرة: الختان، والاستحداد، وقص الشارب، ونتف الإِبِط، وحلق العانة.}

„Fünf sind von der Fitrah (natürlichen Veranlagung):
1. Die Beschneidung,
2. das Abrasieren der Schamhaare,
3. das Kurzschneiden des Schnurrbarts,
4. das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und
5. das Auszupfen der Achselhaare.“ 

Siehe auch:

 

Adhaan und Iqaamah in das Ohr des Neugeborenen rezitieren

Die Gelehrten erwähnen, dass es unter den Sunan für das Neugeborene ist, den Adhaan in das rechte Ohr des Neugeborenen zu rezitieren, damit das Erste, was ein Baby in dieser Welt hört, Worte des Tauhid sind, welche großen und segensreichen Effekt auf das Kind haben werden. Bezüglich der Iqaamah, die in das linke Ohr gesagt werden soll, so gibt es keine Beweise dazu, dass dies verlangt wird. (Siehe ‚As-Silsilat ad-Da’ifah, 1/491)

 

Rasieren des Kopfes des neugeborenen Mädchens oder Jungen

Die Fuqaha unterschieden sich bezüglich dem Rasieren des Kopfes eines weiblichen Neugeborenen. Die Maalikis und Schaafa'is sind der Ansicht, dass er rasiert werden sollte sowie der männliche Kopf rasiert wird. Die Hanbalis sind der Ansicht, er sollte nicht rasiert werden.

Die Schaafa'is zitierten als Beweis für das Rasieren des Kopfes eines weiblichen Neugeborenen den Mursal-Bericht, berichtet von Malik, Al-Bayhaqi und anderen von Muhammad ibn 'Ali ibn al-Husayn, der sagte:

{وزنت فاطمة بنت رسول الله صلى الله عليه وسلم شعر حسن, وحسين, وزينب, وأم كلثوم, فتصدقت بزنة ذلك فضة.}

„Faatimah, die Tochter des Gesandten Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) wog das Haar von Hasan, Husayn, Zaynab und Umm Kulthuum, und gab das Äquivalent des Gewichts in Silber als Sadaqah.“

Al-Bayhaqi überlieferte dies auch in einem Marfuu‘-Bericht von ‘Ali (radiya-llahu anhu), der sagte:

{أن رسول الله صلى الله عليه وسلم أمر فاطمة أن تتصدق بزنة شعر الحسين فضة}

„Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) wies Faatimah an, das Äquivalent des Gewichts der Haare al-Husayns in Silber als Sadaqah zu geben.“ Al-Nawawi sagte: „Es gibt einige Schwächen in seiner Isnaad.“

Das Argument der Hanbalis basiert auf der Tatsache, dass es Frauen im Prinzip verboten ist, ihre Köpfe zu rasieren und es gibt keinen Bericht zur Kopfrasur eines neugeborenen Mädchens.
Ibn Qudaamah sagte in ‚Al-Mughni‘ (1/104): „Es ist durch die Berichte bewiesen, dass es makruh (verhasst) für eine Frau ist, ihre Haare auf dem Kopf zu rasieren, ohne Notwendigkeit. Abu Muusa sagte:

{برئ رسول الله صلى الله عليه وسلم من الصالقة والحالقة}

‚Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) distanzierte sich von der Frau, welche ihre Stimme erhebt, und der, die ihren Kopf rasiert.‘ (Mutaffaq ʿalay).

Al-Khallaal berichtete mit seinem ‚Isnaad‘ von Qataadah dass ‘Ikrimah sagte:

{نهى النبي صلى الله عليه وسلم أن تحلق المرأة رأسها، قال الحسن: هي مثلة.}

„Der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) verbot Frauen, ihre Köpfe zu rasieren und Al-Hasan sagte: „Es ist Verstümmelung.“. Weil es keinen Sahih-Hadith gibt, der davon spricht, den Kopf eines neugeborenen Mädchens zu rasieren, bliebe das Prinzip, dass es verboten ist, dies zu tun. Siehe: ‚Al-Majmuu’‘ (8/406) und ‚Kashshaaf al-Qinaa’‘ (3/29).

 

Bedeutung des „Schädlichen“, das laut dem Propheten zu entfernen ist

Imam Ahmad berichtete in seinem ‚Musnad‘ über Salman Bin Aamir dass der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{مع الغلام عقيقة، فأهريقوا عنه دماً وأميطوا عنه الأذى.}

„Mit dem Jungen ist eine Aqiqah. Schlachtet (ein Tier) für ihn und entfernt das Schädliche von ihm.” [2]. Er sagte, dass Ibn Siriin sagte: „Wenn das „Entfernen des Schädlichen“ nicht das Rasieren des Kopfes bedeutet, dann weiß ich nicht, was es sonst ist.“

Al-Haafiz sagte in ‚Al-Fath‘ (9/593): „Im Hadith von Ibn ‘Abbaas welcher von At-Tabaraani überliefert wurde, heißt es:

{ويماط عنه الأذى ويحلق رأسه} ‚Entferne das Schädliche von ihm und rasiere seinen Kopf.‘ Er fügte also die Idee der Kopfrasur hinzu, nachdem er befahl, das Schädliche zu entfernen. Deshalb sollten wir das Wort „Schaden“ {أَذًى} auf etwas mehr Allgemeines beziehen, als auf das Rasieren des Kopfes. Dies wird unterstützt von der Tatsache, dass es in manchen Versionen des Hadith von ‘Amr ibn Shu’ayb heißt: {ويماط عنه أقذاره} „und wische den Schmutz von ihm weg.” Überliefert vom Vater des Schaykhs.”

Ibn Al-Qayim (rahimahullah) sagte über den Vorteil der Kopfrasur beim Neugeborenen: „Das Rasieren seines Kopfes entfernt das Schädliche von ihm, entfernt die schwachen Haare, so dass stärkere und festere Haare sie ersetzen und ist heilsam für den Kopf. Außerdem tröstet es das Neugeborene und öffnet die Poren des Kopfes ... Und parallel dazu stärkt es die Sicht, den Geruchssinn und den Gehörsinn.“ (Ahkaam at-Tifl: Ahmad Al-Iisawii 1)

Shaykh Ibn Uthaymin sagte: „Es scheint, dass das Rasieren des Kopfes an dem Tag einen positiven Effekt auf die Haarwurzeln hat.“ (Asch-Scharh Al-Mumti' 7/540)

 

[1] Al-Bukhari, Sahih, Buch: Kleidung, Nr. 5889; Muslim, Sahih, Buch: die Reinigung Nr. 257; Al-Tirmidhy, Sunan, Buch: Manieren, Nr. 2756; Al-Nasaa‘y, Sunan, Buch: Schmuck, Nr. 5225; Abu Dawud, Sunan, Buch: das Kämmen der Haare, Nr. 4198; Ibn Majah, Sunan, Buch: die Reinigung, Buch: die Reinigung und deren Sunan, Nr. 292; Ahmad ibn Hanbal, Musnad, Band 2, S. 239; und Malik Al-Muwatta‘, Buch: sonstige Angelegenheiten, Nr. 1.709.

[2] At-Tirmidhi, 1515; An-Nasaa’i, 4214; Abu Dawud, 2839; Ibn Maajah, 3164. Von al-Albani in ‚Al-Irwaa‘’, 4/396, als Sahih eingestuft.

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