Frage:
Manche Menschen feiern am 14. Februar eines jeden Jahres Valentinstag {يوم الحب}, indem sie rote Rosen austauschen, sich in rot kleiden und sich an diesem Tag gratulieren. Manche Kuchenläden backen dazu Herzförmige Kuchen in rot und verzieren sie mit Herzen. Andere Läden werben für besondere Artikel, die sie an diesem Tag ins Angebot stellen. Wie sieht Ihre Meinung zu folgendem aus:

  1. Diesen Tag zu feiern?
  2. Von diesen Läden an diesem Tag zu kaufen?
  3. Ladenbesitzer, die diesen Tag zwar nicht feiern aber Geschenke an diejenigen verkaufen, die ihn feiern?

Möge Allah Sie mit Gutem belohnen.

Antwort:
Die eindeutigen Beweise aus dem Buch (Qur’aan) und der Sunnah, mit denen die Salaf dieser Ummah einstimmig übereinstimmen, bestätigen, dass es nur zwei Eid (Feste) im Islam gibt: 'Id-ul-Fitr (Fest des Fastenbrechens) und 'Id-ul-Adhaa (Opferfest). Jede anderen als diese zwei Feste, seien sie eigens für eine Person, eine Gruppe, ein Event oder für irgendeinen Anlass sind neu eingeführte Feste {أعياد مبتدعة}, die den Leuten des Islam weder erlaubt sind zu feiern, noch sie gut zu heißen, zu genießen oder auf irgendeine Weise zu unterstützen, weil dies als Übertretung der Grenzen Allahs angesehen wird. Jeder, der die Grenzen, die von Allah gesetzt wurden, übertritt, hat sich selbst Unrecht (Thulm) zugefügt.

Wenn wir zu diesem erfundenen Fest {العيد المخترع} die Tatsache hinzufügen, dass es eines der Feste der Kuffaar ist, dann häuft sich dadurch Sünde über Sünde, weil es ihr Nachahmen beinhaltet, als auch eine Art Loyalität zu ihnen. Allah (subhaanahu) verbietet den Gläubigen in Seinem Glorreichen Buch das Imitieren ihrer und ihnen loyal zu sein. Es wird authentisch überliefert, dass der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{من تشبه بقوم فهو منهم.}

„Wer ein Volk nachahmt, ist von ihnen.“ [1]

Der Valentinstag {عيد الحب} fällt unter die Art des Erwähnten, weil er einer der götzendienerischen christlichen Feste ist. Es ist einem Muslim, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, nicht erlaubt, dieses Fest zu feiern, es gutzuheißen oder dazu zu gratulieren. Vielmehr ist es Pflicht (waajib) für die Muslime, es zu ignorieren und zu meiden, im Gehorsam gegenüber Allah und Seinem Gesandten und sich von dem fern zu halten, das Allahs Zorn hervor ruft und Strafe nach sich zieht. Es ist den Muslimen auch verboten (haram), dieses Fest oder irgend ein anderes verbotenes Fest auf jegliche Weise zu unterstützen, sei dies durch das Bereitstellen von Nahrung und Getränken, oder durch verkaufen, kaufen, herstellen, beschenken, korrespondieren, werben usw. weil alle diese Methoden unter das Helfen zur Sünde und Übertretung fallen und Ungehorsam gegenüber Allah und Seinem Gesandten bedeuten. Allah sagt:

{وَتَعَاوَنُوا عَلَى الْبِرِّ وَالتَّقْوَىٰ ۖ وَلَا تَعَاوَنُوا عَلَى الْإِثْمِ وَالْعُدْوَانِ ۚ وَاتَّقُوا اللَّـهَ ۖإِنَّ اللَّـهَ شَدِيدُ الْعِقَابِ}

„Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, aber helft einander nicht zur Sünde und Übertretung, und fürchtet Allah! Allah ist streng im Bestrafen.“ (Surah Al-Maa’idah 5:2)

Es ist verpflichtend (waajib) für den Muslim, sich in allen Angelegenheiten an das Buch (Qur’aan) und die Sunnah zu halten, insbesondere in Zeiten der Fitnah wenn Verdorbenheit weit verbreitet ist. Sie müssen weise genug sein und auf der Hut, um zu vermeiden in die Irreleitung derjenigen zu fallen, die Allahs Zorn hervor gerufen haben, derjenigen, die irre gegangen sind oder der Sünder, welche Allah nicht fürchten und keinen Stolz besitzen, Muslim zu sein. Und es obliegt dem Muslim bei Allah (ta’aalaa) Zuflucht suchen, indem er um Rechtleitung und Standhaftigkeit bittet, da keiner außer Allah (subhaanahu) rechtleitet und keiner außer Er standhaft macht.

Und von Allah ist der Erfolg. Mögen Allahs Salaah und der Salaam auf unserem Propheten, seiner Familie und seinen Gefährten sein.


Das Ständige Komitee für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen
(Bakr Abu Zayd, `Abdullah ibn Ghudayyan, Salih Al-Fawzan, `Abdul-`Aziz ibn `Abdullah Al Al-Shaykh)

alifta.net> Gruppe 2> Band 2: ‘Aqidah> Feste> Feiern des Valentinstages> Fatwa Nr. 21203; Band 2, Seite 263-264

 
[1] Abu Dawud, Sunan, Buch: Die Kleidung, Nr. 4031, Ahmad, Musnad, Band 2, S. 50.


Frage:
Der morgige Tag fällt auf den 14. Februar, der im Westen als der Tag des Festes der Liebe {يوم عيد الحب} (d.h. Valentinstag) bekannt ist und einige unserer jungen Männer und Frauen wurden durch diesen Festtag in Versuchung geführt. Haben Sie ein Wort des Ratschlags dazu?
 
Antwort:
Dies war das Thema der letzten Freitags Khutbah und vielleicht hat einer der Schüler des Wissens sie aufgenommen und ich glaube, dass sie in der Masjid Amiir Sultaan aufgenommen wurde. Ich hatte diese sorgfältig und im Detail ausgearbeitet. Ich erwähnte darin, dass dieser Valentinstag sieben Merkmale der Vorsicht (Anmerk. auch sieben Gefahren) beinhaltet.

Erstens: Ursprünglich war es ein Fest (‘Id) der Römer; es wurde das Fest Gottes {عيد الإله}, das Fest des Liebesgottes {عيد إله الحب} genannt. Wenn man ihn also würdigt, würdigt man dadurch die Götzendienerei, weil es ein Brauch der Götzendiener ist.

Zweitens: Es ist blindes Folgen der Juden und Christen und der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) informierte uns darüber:

{لتتبعن سنن من كان قبلكم... قيل: اليهود والنصارى؟ فقال: فمن القوم إلا أولئك? وفي رواية: فارس و الروم.}

„Ihr werdet den Weg derjenigen folgen, die vor euch waren…“ Es wurde gefragt: „Den Juden und Christen?” Er antwortete: „Welches Volk außer diesen sonst?” [1] und in einer anderen Version: „Den Persern und Römern.” [2]

Drittens: Es ist Nachahmung der Kuffaar im Allgemeinen. Der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:

{من تشبه بقوم فهو منهم.}

„Wer ein Volk nachahmt, ist von ihnen.“ [3]

Viertens: Es ist eine Neuerfindung (Bid’ah), welche neu von den Menschen eingeführt wurde und

{مَنْ أَحْدَثَ فِي أَمْرِنَا مَا لَيْسَ منه فَهُوَ رَدٌّ.}

„Wer etwas in unsere Angelegenheit einführt, das nicht von ihr ist, dem wird es zurückgewiesen.“ [4]

Fünftens: Es ist eine Abscheulichkeit (Munkar), und alles, was zu diesem Brauch gehört, ist eine Abscheulichkeit, wie das Treffen zwischen jungen Männern und Frauen, die Korrespondenz, die zwischen ihnen stattfindet, das Senden von Herzförmigen Valentinsgrüßen und was dem an Unsinn ähnelt. All dies ist Nachahmung des Westens und diese Nachahmung wurde uns verboten.

Sechstens: Selbst diejenigen von ihnen (den Kuffaar), die vernünftig sind, haben es verboten, dieses Fest zu feiern. Ich hörte dass der Vatikan, die verfälschte christliche Kirche, streng darin ist, diese Angelegenheit zu verbieten.

Zuletzt: Er basiert auf einem großen Mythus – bezüglich dem, was Liebe genannt wird und wozu es an Verdorbenheit führt. Ihrer Ansicht nach bedeutet Liebe lediglich Unzucht und was dazu führt. Deshalb liegt es an uns, auf der Hut zu sein, und diese Kuffaar nicht zu imitieren.

Ich denke, diese Antwort ist ausreichend und wie ich vorher schon erwähnt hatte, so habe ich dieses Thema ausführlich in der Freitags Khutbah erwähnt. Deshalb begnügen wir uns damit und ich vertraue euch bis zum morgigen Unterricht Allahs Schutz an. Mögen Allahs Salaah und Salaam und Segen auf unserem Führer Muhammed, seiner Familie und seinen Gefährten sein.“
 

Schaykh Saalih al-Suhaymii, hafidhahullah
 
Aus einer Audioaufnahme des Schaykhes


[1] Sahih al-Bukhari (Nr. 3195 und 6897) und Sahih-Muslim (Nr. 4800) über Abu Sa’id al-Khudri (radiya-llahu anhu)
[2] Dies bezieht sich auf eine Überlieferung bei al-Bukhari in seinem Sahih (Nr. 6896) in der Abu Hurayrah (radiya-llahu anhu) vom Propheten (salla-llahu alayhi wa sallam) berichtete: „Die Stunde wird nicht kommen, bis meine Ummah die Generationen, die ihr voraus gingen, Spanne für Spanne imitieren wird.“ Es wurde gesagt: Oh Gesandter Allahs, wie die Perser und Römer?“ Er antwortete: „Und welche andere Nation könnte ich außer ihnen meinen?“  
[3] Dies bezieht sich auf den Hadith bei Abu Dawud in seinem Sunan (Nr. 3494) über ‘Abdullah ibn ‘Umar (radiya-llahu anhu). Er wurde von al-Albani in seinem Sahih al-Jami’ (Nr. 6149) für authentisch erklärt; Abu Dawud, Sunan, Buch: Die Kleidung, Nr. 4031; Ahmad, Musnad, Band 2, S. 50.
[4] Hier bezieht sich der Schaykh (hafidhahullah) auf den Hadith bei Al-Bukhari in seinem Sahih (Nr. 2498) über ‘Aischah, (radiya-llahu anha), welche berichtete dass der Prophet (Salla-llaahu alayhi wa sallam) sagte: „Wer etwas in unsere Angelegenheit einführt, das nicht von ihr ist, dem wird es zurückgewiesen.“

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