Frage:
Wem gebührt Vorrang darin, dem Kind einen Namen zu geben, dem Vater oder der Mutter?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Das Lob und Heil seien auf demjenigen, der als Gnade für die Welt entsandt wurde und auf seiner Familie, Gefährten und allen, die ihrem Beispiel folgen bis zum Tage des Gerichts.

Es gibt keine Meinungsverschiedenheit unter den Leuten, dass derjenige, welcher mehr Anrecht auf die Namensgebung des Kindes hat, der Vater ist und nicht die Mutter. Denn das Kind wird ihm zugeschrieben, und ihm steht es mehr zu ihm (dem Kind) einen Namen zu geben.
So wie es dem Vater obliegt (waajib), das Kind zu versorgen, es zu unterrichten, das ‘Aqiiqah zu machen, sowie anderes, so steht ihm die Namensgebung zu. Deswegen wird die Schöpfung am Tag der Auferstehung (Yaum al-Qiyaamah) bei den Namen ihrer Väter gerufen, und nicht bei
denen ihrer Mütter.
Das Kind wird jedoch der Mutter zugeschrieben im Falle der Freilassung, der Versklavung, beim Li'aan (Schwur von Mann und Frau, wenn er sie des Ehebruchs beschuldigt), bei Zinaa (Unzucht, außerehelicher Geschlechtsakt) oder in anderen bekannten Fällen der Fiqh (Rechtswissenschaften).

Und Allah, ta’aalaa weiß es am besten. Unser Gebet und alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Allahs Salaah und Salaam seien auf unserem Propheten, seiner Familie, Gefährten und Brüdern bis zum Tag der Auferstehung.


Schaykh Muhammad 'Alii Farkuus, hafidhahullaah

Algier, 9. Rabbi Awwal 1428 / 28. März 2007; Aus der offiziellen Webseite des Schaykhes

 

Übersetzt von Umm Khadidja

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