Frage:
Was ist das Urteil über das Lesen der Evangelien (Bibel) und der Tora, und was ist an der Authentizität des Argwohn, der Shaykh al-Islam (Ibn Taymiyyah) zugeschrieben wird, dass er es pflegte sie zu lesen?

Antwort:
Alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem von Allah als Barmherzigkeit für die Welten gesandten, seiner Familie, seinen Gefährten und seinen Brüdern bis zum Tage der Auferstehung.

Es ist nicht zulässig Bücher, in denen Wahrheit und Lüge vermischt sind, zu lesen, um jegliches Übel, welches durch das Lesen dieser (Bücher) resultieren kann, und welches den Iman des Muslim beeinflussen kann. Jene Menschen, welche die Wahrheit suchen, werden sie in den zwei vertrauenswürdigen und sicheren Referenzen finden, welche der Quran und die Sunnah sind, da die Wahrheit nichts anderes sein kann außer diesen.

Außerdem warnte der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) vor den Schriften der Ahl al-Kitab, wie in der Geschichte von Umar ibn al-Khattab (radiAllahu anhu), der zum dem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) mit einem Schriftstück von den Ahl al-Kitab kam, so wurde der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) wütend und sprach:

{أَمُتَهَوِّكُونَ يَا ابْنَ الخَطَّابِ؟! وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَقَدْ جِئْتُكُمْ بِهَا بَيْضَاءَ نَقِيَّةً، لاَ تَسْأَلُوهُمْ عَنْ شَيْءٍ فَيُخْبِرُوكُمْ بِحَقٍّ فَتُكَذِّبُوا بِهِ أَوْ بِبَاطِلٍ فَتُصَدِّقُوا بِهِ، وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَوْ أَنَّ مُوسَى عَلَيْهِ السَّلاَمُ كَانَ حَيًّا مَا وَسِعَهُ إِلاَّ أَنْ يَتْبَعَنِي.}

"Bist du etwa verwirrt darüber, oh Sohn Al-Khattabs? Bei Dem (Allah), in Dessen Hand meine Seele ist, ich habe euch das gebracht, was reinweiß ist. Frage nicht die Ahl al-Kitab, aus Furcht (davor), dass sie dich über etwas Wahres (Haqq) informieren, du jedoch etwas (davon) verleugnest, oder du an etwas Falschem (Batil, von dem was sie erzählen) glaubst. Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, wenn Musa, alayhi salam, leben würde, so würde er nur mir folgen." [1]

Außerdem, wenn jemand (tiefgründiges) Wissen über den Quran und die Sunnah besitzt, und es notwendig ist, die Religion (Allahs) zu triumphieren und das Wort Allahs überlegen zu machen, indem die Bücher der Leute der Gelüste und Erneuerung tiefgründig studiert werden, mit dem Ziel sie zu kritisieren, ihre Fehler offenzulegen und ihre Widersprüche aufzuzeigen; in diesem Fall ist dies für einen gebildeten Gelehrten zulässig, sowie es Shaykh al-Islam ibn Taymiyyah (rahimahullah) tat, indem er die Bücher der Logiker und Philosophen widerlegte, und ebenso die Bücher der Rafidah, der schiitischen Sekte, studierte und sie in seinem Buch "Minhaj as-Sunnah an-Nabawiyyah" {منهاج السنة النبوية} widerlegte. Darüber hinaus zeigte ibn Taymiyyah (rahimahullah) die Widersprüche der verschiedenen Evangelien und die Abweichung der Christen im Hinblick auf ihren Glauben auf.

Das vollkommene Wissen ist bei Allah allein. Unser letztes Gebet ist: Alles Lob gebührt Allah, Dem Herren der Welten. Frieden und Segen seien auf unserem Propheten, seiner Familie, seinen Gefährten und seinen Brüdern bis zum Tage der Auferstehung.


Shaykh Muhammad Ali Farkuz, hafidhahullah

Algier, 14. Rabi` Al-Awwal,1426 n. H. (23. April, 2005)
Fatawa Shaykh Muhammad Ali Farkuz; Kategorie: Fatawa über Aqida und Tauhid; Fatwa Nr. 30


[1] Laut der Überlieferung von Abdullah ibn Thabit sagte Umar daraufhin: "Ich bin mit Allah als Herrn, mit Muhammad als Gesandten und mit dem Islam als Religion zufrieden" {رَضِيتُ بِاللهِ رَبَّاً وَبِمُحَمَّدٍ رِسُولاً وَبِالإِْسلاَمِ دِيناً}.
Berichtet von Ahmad, Hadith Nr. 15546; Ad-Darimi (1/115), Hadith Nr. 435, aus dem Hadith von Jabir. Dieser Hadith wurde von Shaykh al-Albani in "Dhilaal Al-Jana" (1/27) als Hassan klassifiziert; er sagte: "Die Überlieferer der Isnad sind vertrauenswürdig, außer Mujaalid, der Ibn Sa`id ist, sein Hadith ist als da‘if anzusehen, aber dieser Hadith ist als Hassan eingestuft, wenn man dessen verschiedene (Überlieferungs-)Wege, die ich in "Al-Mishkat" erwähnt habe in Betracht zieht, weiter berichtete ich einige von ihnen in "Al-Irwa", Hadith Nr. 1589.

Teilen