Frage:
Ich bin krank und manchmal weine ich wegen dem, was mir aufgrund meiner Krankheit passiert. Wird dieses Weinen als Akt des Widerstands gegenüber Allah und Unzufriedenheit mit dem, was Er bestimmt hat, erachtet?
Ich begehe dies nicht vorsätzlich. Ist es verwerflich, wenn ich mit meinen Verwandten spreche und ihnen von meiner Krankheit erzähle?

Antwort:
Es ist nicht schlimm zu weinen, wenn einfach nur die Augen tränen, ohne lautes Wehklagen. Dies hat seine Grundlage in der Aussage des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) , als sein Sohn Ibrahim starb: „Das Auge tränt, das Herz trauert, aber wir sagen nichts, als das, was unserem Herrn gefällt. Ibrahim, wir sind über dein Verscheiden sicherlich traurig.“ (Al-Bukhari und Muslim)
Ahadith mit dieser Bedeutung gibt es viele.

Es schadet auch nicht, wenn Sie mit Ihren Verwandten und Freunden über ihre Krankheit sprechen, so lange Sie Allah (subhana wa ta’ala) preisen, Ihm danken und Ihn loben, und Ihn um Gesundheit bitten, indem Sie die erlaubten Mittel befolgen. Ich rate Ihnen, Geduld zu bewahren und auf Allahs Belohnung zu hoffen. Ich gebe Ihnen frohe Botschaft, denn Allah (subhana wa ta’ala) sagte: "Gewiss, den Sabirun wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen." (Sura 39, Ayah 10)

Der Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Ein Muslim wird nicht von einer Müdigkeit, Sorge, Krankheit, Traurigkeit oder Verletzung heimgesucht, selbst wenn er von einem Dorn gestochen wird, ohne dass Allah (subhana wa ta’ala) ihm dafür einiger seiner Sünden tilgt.“ (Al-Bukhari. Muslim berichtet Ähnliches)

Der Gesandte Allahs (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte auch: „Wenn Allah (subhana wa ta’ala) für jemanden Gutes will, betrübt Er ihn mit Prüfungen.“ (Al-Bukhari)

Wir bitten Allah (‘azza wa jall) , Ihnen Heilung und Gesundheit zu gewähren, ebenso Güte des Herzens und der Taten. Wahrlich, Er ist Der Allhörende, Der Antwortende.

 

Schaykh Abdul-Aziz ibn Baz, rahimahullah

Fataawa al-Mar´ah – 13. Frage

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