Frage:
Wie lautet Ihre Ansicht bezüglich eines Arztes, dessen Arbeit manchmal das Anschauen der Aura des Patienten und das Berühren derselben zwecks medizinischer Untersuchung einschließt? Manchmal, wenn ein chirurgischer Eingriff durchgeführt wird, muss der Arzt in einer Umgebung arbeiten, die voll von Blut und Urin ist. Ist es in dieser Situation verpflichtend, Wudu zu erneuern oder besser, dies zu tun?

Antwort:
Es lastet keine Sünde auf dem (männlichen) Arzt, der in notwendigen Fällen die Aura eines Mannes berührt oder sie zu Behandlungszwecken berührt – ganz gleich, ob es sich um die vordere oder die hintere Aura handelt. Er darf sie sich ansehen oder berühren, wenn es notwendig ist.
Ebenso ist es nicht von Bedeutung, ob er Blut berührt, wenn es während einer Operation nötig ist, z.B. um es zu entfernen oder den Zustand der Wunde zu überprüfen. Aber er muss seine Hände anschließend waschen, um die Spuren zu entfernen. Blut oder Urin zu berühren macht Wudu nicht ungültig, aber wenn er die Aura berührt – ob vorne oder hinten –, so wird sein Wudu ungültig. Aber Blut, Urin oder andere unreine Substanzen zu berühren macht Wudu nicht ungültig, sondern er muss sie lediglich abwaschen.


Shaykh Abd al-Aziz ibn Baz, rahimahullah

Majmu Fatawa Ibn Baz, 6/20

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