Frage:
Können sie mir die Bedeutung von "Taghut" erläutern?

Antwort:
Wisse und verstehe, möge Allah Sich deiner erbarmen, dass das erste, was Allah Seiner Dienerschar von den Söhnen Adams befohlen hat, der Kufr (absolute Unglaube) an Taghut (alles, was neben/ außer Allah angebetet wird) und Iman (Glaube) an Allah ist. Der Beweis dafür ist die Rede Allahs, des Allerhöchsten (ungefähre Bedeutung): „Und sicherlich, Wir haben in jeder Ummah (Nation) einen Gesandten entsandt (der da predigte): Betet Allah (alleine) an und bleibt fern von den Taghut (alles, was neben/ außer Allah angebetet wird)!“ [Surah an-Nahl; 16:36]

Eine ausführlichere Erklärung des Kufr an Taghut ist, dass man an die Falschheit der Anbetung, welche an andere außer/ neben Allah gerichtet wird, glaubt, diesen (falschen) Gottesdienst unter- bzw. verlässt, Hass für jede Anbetung anderer außer/ neben Allah empfindet, Kufr erklärt über diejenigen, die andere neben/ außer Allah anbeten und Feindschaft für jene empfindet, die neben/ außer Allah etwas anderes anbeten. Eine Erklärung der Bedeutung des Iman an Allah ist, dass man daran glaubt, dass Er es ist, Der der (alleinigen) Anbetung gebührt, ohne Ihm etwas zur Seite zu stellen, und dass man alle Kategorien der Anbetung nur für Allah (Sein Angesicht; Wohlgefallen) ausführt, Kufr über jene erklärt, die andere neben/ außer Allah anbeten, Liebe und Allianz zu den Leuten der Ikhlas (Aufrichtigkeit), sowie Hass und Feindschaft für die Leute des Schirk zu besitzen.

Dies ist die Religion Ibrahims (alaihis salam); wer ist also der Idiot und der inkompetente, der dies verlässt?! Das ist das Beispiel und das Modell, von dem Allah, der Allerhöchste, der Höchsterhabene, berichtet: „Wahrlich, es gab bereits ein exzellentes Beispiel und ein Vorbild für euch in Ibrahim und jenen, die mit ihm waren, als sie zu ihren Leuten sagten: Wahrlich, wir sind frei von euch und dem, was ihr an Allahs statt anzubeten pflegt. Wir haben euch abgelehnt, und zwischen uns und euch ist Feindschaft, und Hass für immer, bis ihr an Allah alleine glaubt (ohne Ihm Partner zur Seite zu stellen)!“ [Surah Mumtahinah; 60:4]

Die Bedeutung „Taghut“ ist generell jeder, der neben/ außer Allah angebetet wird und damit zufrieden ist - sei es in Anbetung, Gefolge oder Gehorsam. Denn dies steht im Widerspruch zu Allah und Seinem Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam). Die Tawaghit  sind viele, doch ihre Anführer sind fünf:

Erstens: Schaytan (Satan), der zur Anbetung anderer neben/ außer Allah aufruft. Der Beweis dafür ist Allahs erhabene Rede: „Habe Ich euch nicht befohlen, Oh Kinder Adams, dass ihr nicht Schaytan anbeten sollt?! Wahrlich, er ist euch ein Erzfeind.“ [Surah Ya Sin; 36:60]

Zweitens: Der ungerechte Anführer, der das Gesetz Allahs verdreht, Beweis hierfür ist Allahs Rede: „Habt ihr nicht jene gesehen, die behaupten, dass sie an das, was zu euch herabgesandt wurde, glauben, und an das, was vor euch herabgesandt wurde, und sie wünschen, zur Klärung ihrer Angelegenheiten zu den Taghut zu gehen, wo ihnen doch befohlen wurde, sie sollen nicht an diese glauben (d.h. an die Taghut). Jedoch wünscht Schaytan, sie in die Irre zu führen.“ [Surah an-Nisaa; 4:60] [1]

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[1] Um vorzubeugen dass jemand diesen edlen Vers missversteht, möge Allah sie und uns rechtleiten, möchten wir dies näher erläutern.
Ash-Shu´bi sagte über den Grund der Herabsendung dieses Verses: Es gab einen Streit zwischen einem Mann von den Juden und einem Mann von den Munafiqun (Heuchlern). Der Jude sagte daraufhin: „Lasst uns zu Muhammad gehen, dass er richtet in unserer Angelegenheit (wer von uns richtig liegt).“ Er sagte dies, weil es bekannt war, dass Muhammad (sallAllahu alaihi wa sallam) ehrlich war und er (sallAllahu alaihi wa sallam) würde niemals in seinem Rechtsspruch wanken.
Hierauf sagte der Munafiq (Heuchler): „Nein, lass uns zu den Juden für unseren Rechtsspruch gehen (wer von uns richtig liegt).“ Er sagte dies, weil er wusste, dass die Juden unehrlich sein, und sich in ihrem Urteil beeinflussen lassen würden. So einigten sich beide darauf, dass sie zu einem Wahrsager gehen, auf dass dieser zwischen ihnen richten möge. Dies war der Grund der Herabsendung dieses edlen Verses.
(Tafsir al-Baghawi)

Ibn Abbas (radiAllahu anhu) sagte bezüglich dieses edlen Verses: „... und sie wünschen, zur Klärung ihrer Angelegenheiten zu den Taghut zu gehen ...“ [Surah an-Nisaa; 4:60]: Der Taghut ist (hier) ein Mann von den Juden, genannt Ka´b bin Ashraf. Als die Menschen zu dem, was Allah herabgesandt hat, gerufen wurden und zum Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam), damit zwischen ihnen gerichtet werde, sagten sie: „Lasst uns doch zu Ka´b gehen, dass er zwischen uns richten möge!“

Mujaahid sagte bezüglich dieses Verses: Es gab einen Streit zwischen einem Mann von den Munafiqun und einem Mann von den Juden. Der Munafiq sagte: „Lasst uns zu Ka´b bin Ashraf gehen (dass er zwischen uns richtet)!“, der Jude sagte: „Lasst uns zu dem Propheten gehen (dass er zwischen uns richtet)!“. Somit wurde dieser edle Vers herabgesandt.

Ad-Duhaak sagte zu diesem Vers: Er (der Taghut) ist Ka´b bin Ashraf.
(ad- Dur al-Manthur fee Tafsir al- Ma´thur)

Muhammad Jamalud-Din al-Qasimi sagte bezüglich des Taghuts im diesem Vers: Die Absicht hiermit ist das, was dem Buche Allahs und der Sunnah Seines Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam) gleichgesetzt wird, von Batil (Falschheit), (herauszustellen).
(Tafsir al-Qasimi)

Ibn Kathir sagte hierzu: Derjenige, der dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam) etwas gleichsetzt, ist tadelnswert. Somit ist der Taghut, der hier gemeint wird, das Richten mit bzw. anhand von etwas von der Falschheit (Batil), dem Gleichsetzen von diesem, mit dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam).
(Mukhtasar Tafsir Ibn Kathir)

Abdur-Rahmaan as-Sa´di, sagte hierzu: Hier informiert Allah, ta´aala, Seine Diener darüber, dass dies der Zustand der Munafiqun (Heuchler) ist. „JENE, DIE BEHAUPTEN, SIE WÜRDEN GLAUBEN“, an das, womit der Gesandte (sallAllahu alaihi wa sallam) und andere vor ihm kamen, zusammen mit der Behauptung „SIE WÜNSCHEN, ZUR KLÄRUNG IHRER ANGELEGENHEITEN ZU DEN TAGHUT ZU GEHEN“. Jeder, der mit etwas anderem als die Schari´ah richtet, ist ein Taghut.
Der Umstand hier ist, dass „IHNEN WURDE BEFOHLEN, AN DIESE (d.h. die Taghut) NICHT ZU GLAUBEN“; wie kann also das Sich-begeben zu den Taghut und Iman an diese, mit dem eigentlichen Iman in Übereinstimmung gebracht werden, wo doch dies (der Iman) alleine Allah gebührt und das Halten an Seine Gesetze bedeutet?!
Also ist jeder, der behauptet er sei ein Mu´min (Gläubiger) und er wählt den Rechtsspruch des Taghut über dem Rechtsspruch Allahs, ein Lügner in dieser Hinsicht seiner Behauptung. Das ist von den Irreführungen durch Schaytan, und von dessen eigenem Zustand in der Irreführung. Deshalb ist es wahr, was Allah, der Allerhöchste, sagt: „SCHAYTAN WÜNSCHT ES, SIE IN DIE IRRE ZU FÜHREN.“
(Tafsir al-Karim ar-Rahmaan)

Drittens: Derjenige, der mit etwas anderem als dem, was Allah herabgesandt hat, richtet. Und der Beweis dafür ist Allahs Rede: „Und jeder, der nicht mit dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind sie die Kafirun
(jene, die an Allah ungläubig sind)!“ [Surah al- Maa´idah; 5:44] [2]

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[2]  Um Missverständnisse hierzu vorzubeugen, folgen abermals einige Erklärungen.

Ibn Abbas (radiAllahu anhu) sagte über den Grund der Herabsendung dieses Verses:
Allah hat diese Verse (5:41-47) aufgrund zwei Gruppen von den Juden, die sich einander bekämpften herabgesandt. Diese entschieden, dass es für jede Person vom Siegerstamm (al-Aziza), die eine Person vom unterlegenen Stamm (adh-Dhalilah) tötete, ein Lösegeld von 50 Wasq (möglicherw. eine Einheit (Betrag) einer Währung) gäbe, und für jede Person, die der unterlegene Stamm von dem Siegerstamm tötete, das Lösegeld 100 Wasq betrug. Bei dieser Entscheidung blieben sie, bis der Prophet (sallAllahu alaihi wa sallam) in Madinah eintraf. Dann waren beide Stämme von den Unterlegenen und an diesem Tag griffen sie ihn aufgrund des Friedensvertrages nicht an. Dann tötete der unterlegene Stamm einen aus dem siegreichen Stamm, so entsandte dieser einen Eintreiber, der die geforderten 100 Wasq eintreiben sollte.
So sagte der unterlege Stamm: „Wie kann es sein, dass zwei Personen von der selben Religion, Abstammung und Heimat, die eine Person der anderen ein Lösegeld zahlt, welches halb soviel beträgt? Wir haben euch in der Vergangenheit gezahlt (was ihr verlangtet), doch nun, da Muhammad hier ist, bezahlen wir euch nicht!“
Und es war kurz davor, Krieg zwischen ihnen auszubrechen, doch konnten sie sich dazu entschließen, dass der Gesandte (sallAllahu alaihi wa sallam) zwischen ihnen richte. So sagte der siegreiche Stamm: „Bei Allah, Muhammad wird euch nicht den Betrag doppelt so hoch wie die Summe, die wir ihnen gaben, geben, denn sie sagen die Wahrheit, sie gaben uns dieses Lösegeld nicht, außer durch Unterjochung und Ungerechtigkeit, die wir gegenüber ihnen begangen hatten, und aufgrund unserer Macht, die wir über sie hatten. So entsendet jemandem im Geheimen zu Muhammad, der euch von seiner Entscheidung berichten soll. Wenn er euch gibt was ihr wollt, so stimmt seinem Urteil als Schlichter zu, und wenn er dazu nicht bereit ist, seid auf der Hut und stimmt diesem Urteil nicht zu!“
So schickten sie einige der Heuchler zu Muhammad (sallAllahu alaihi wa sallam) und als der Gesandte Allahs (sallAllahu alaihi wa sallam) kam, informierte ihn Allah über die Angelegenheit, und über das, was sie zu wünschen hegten, und offenbarte: „OH GESANDTER! LASSE NICHT JENE, DIE SICH IM UNGLAUBEN BEEILEN, DICH GRÄMEN, VON ALL JENEN, DIE SAGEN: „WIR GLAUBEN!“ bis zu Seiner Rede: „DANN SIND SIE DIE FASIQUN (Ungehorsamen)!“ (5:41-47).
Bei Allah, sie wurden im Bezug auf diese zwei (jüdischen Stämme) herabgesandt, und diese zwei (jüdischen Stämme) waren es, die Allah in diesen Versen beabsichtigt hat.
(Verzeichnet von Ahmad und at-Tabaraani in „al-Mu´jam al-Kabir“)

Shaykh Khaled al-Anbari schrieb in seinem Buch „Das Richten mit etwas anderem als Allahs Offenbarung & die Fundamente des Takfir“: Dieses Prinzip besagt, dass wir den Takfir nicht über einen Anführer aussprechen, der ablehnt, dass es verpflichtend ist mit der Offenbarung Allahs zu richten, oder diese Offenbarung aus Arroganz und Verachtung nicht anwendet (die Ausführung nicht durchsetzt).
Also wenn der Führer es ablehnt, dass es verpflichtend ist, nach der islamischen Schari´ah zu richten (regieren), oder glaubt, es sei erlaubt mit von-Menschen-erschaffenen-Gesetzen zu richten (regieren), oder denkt, die Schari´ah sei nicht ausreichend, oder er hegt die Annahme, die Schari´ah sei nicht der heutigen Zeit entsprechend, oder dass das richten mit der Schari´ah und anderen als ihr gleich ist, erst dann (!) verlässt er die Religion komplett.
Die Leute des Wissens von den Salaf und den Khalaf wandten stets dieses Prinzip an. Niemals würden sie den Takfir über einen Anführer aussprechen, außer durch das Vorhandensein der erwähnten Bedingungen. Es folgen einige Auszüge ihrer Aussagen:

1. Ali ibn Abi Talha berichtete von Ibn Abbas (radiAllahu anhu) bezüglich des Tafsirs von (5:44):
Jeder, der das, was Allah herabgesandt hat ablehnt oder verneint, hat Kufr begangen. Jeder, der es akzeptiert, jedoch nicht danach richtet (regiert), ist ein Thalim (Ungerechter) und ein Fasiq (ungehorsame Person).“
(Tafsir ibn Jarir & Tafsir ibn Abi Haatim)

2-6. Qurtubi sagte: Ibn Mas´ud und al-Hassan sagten:
Dies (dieser Vers) gilt generell für jeden, der nicht nach Allahs Offenbarung richtet (regiert), d.h. daran glaubt, dass es erlaubt sei (nicht danach zu richten bzw. regieren); as-Sudi und Ibrahim an-Nakhaa´i sagten das gleiche.
(Tafsir at-Tabari)

7. Mujahid sagte bezüglich dieser Aayat:
Jeder, der das Richten gemäß der Offenbarung Allahs verlässt und das Buch Allahs ablehnt ist ein Kafir, ein Thalim und ein Fasiq.
(Mukhtasar Tafsir Khazin)

8. Ikrimah sagte hierzu:
Jeder, der nicht gemäß Allahs Offenbarung richtet (regiert), es ablehnt, hat Kufr begangen; jeder, der es akzeptiert, jedoch nicht danach handelt, ist ein Thalim und ein Fasiq.
(al-Masdar as-Saadiq)

9. Al- Khazin sagte: Und dies ist auch die Aussage des Ibn Abbas und es ist die Meinung des az-Zajaj.
(Mukhtasar Tafsir Khaazin)

10 Der Shaykh der Gelehrten des Tafsir, at-Tabari, sagte:
Die korrekteste Aussage ist die, desjenigen, der sagt: Diese Aayat wurde wegen den Kuffar von den Leuten der Schrift herabgesandt. Wir wissen dies, da die Verse davor und die Verse danach über die Kuffar unter den Leuten der Schrift handeln, also sind sie hier gemeint. Der Inhalt dieser Aayat gibt Aufschluss über ihren Zustand (der Leute der Schrift). So ist die Aussage, dass diese Verse sich auf sie beziehen gewichtiger und richtiger.
Jemand könnte behaupten: „Allah ta´aala hat das im generellen Sinne erwähnt, für alle, die nicht gemäß Seiner Offenbarung richten (regieren), wie können wir es also spezifizieren!?“ Die Antwort lautet: Allah ta´aala hat dies im generellen Sinne über alle Menschen erwähnt, die das Richten und Regieren gemäß dem, was sich in Seinem Buch befindet, ablehnen und verneinen.
Somit hat Allah über sie informiert, dass durch das Verlassen der Weisung, gemäß der Offenbarung Allahs zu regieren (richten), sie zu Kuffar wurden. Somit gilt das für alle, die das Richten und Regieren gemäß Allahs Offenbarung verlassen und ablehnen. Dieser ist ein Ungläubiger an Allah, wie Ibn Abbas (radiAllahu anhu) sagte.
(Tafsir at-Tabari)

11 Abu Layth as-Samarqandi sagte:
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET“, bedeutet, dass er es nicht annimmt (bestätigt) oder es nicht als Beweis nimmt, „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44].
(Tafsir Samarqandi)

12 Al-Fakhr ar-Raazi sagte, Ikrimah sagte:
Allahs Aussage: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET“ bezieht sich auf den, der es in seinem Herzen und durch seine Zunge ablehnt. Der, der in seinem Herzen weiß, dass es Allahs Rechtssprechung ist und es durch seine Zunge bestätigt, dem jedoch zuwiderhandelt, hat gemäß dem, was Allah offenbarte, gerichtet - obwohl er im Gegensatz dazu handelte. Deshalb wird er nicht in dem, was der Vers beinhaltet mit einbezogen. Dies ist die korrekteste Antwort und Allah weiß es am besten!
(Tafsir al-Kabir)

13 Az-Zamakhshari sagte:
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET“, aufgrund Verachtung, „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ und „DIE THALIMUN“ und „DIE FASIQUN“. Sie werden gemäß der Ausmaße ihres Kufr (Unglaubens) beurteilt.
(al-Kashif)

14 Abu Abbas al-Qurtubi sagte:
Mit Allahs Aussage: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, REGIERT, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ ist das Offensichtliche gemeint. Dies scheint ein Beweis und Argument für jene zu sein, die Takfir aufgrund von Sünden aussprechen, wie z.B. die Khawarij! Jedoch ist es kein Argument/ Beweis zu ihren Gunsten, denn diese Aayat wurden wegen der Juden herabgesandt. Sie haben Allahs Aussagen - wie im Hadith überliefert - verändert und verdreht, und sie sind Kuffar. Daher teilt jeder, der in das fällt, worüber die Aayah handelt, diesen Rechtsspruch (Hukm) des Verses.

Zur Verdeutlichung: Wenn ein Muslim Allahs Rechtsspruch bezüglich einer Angelegenheit - definitiv - kennt, aber nicht danach richtet, ist er ein Kafir, wenn er dies aufgrund von Ablehnung macht. In der Auslegung der Ansichten gibt es hierin keine Unterschiede. Der, der es nicht ablehnt, ist ein Sünder und hat eine große Sünde begangen, weil er an den Inhalt des Rechtsspruchs glaubt und er weiß, dass es für ihn verpflichtend ist, dies anzuwenden. Jedoch ist er sündig, weil er nicht danach handelt.
Dasselbe gilt für alles, dessen Hukm von der Schari´ah bekannt ist, wie das Gebet usw., von den wohl bekannten Prinzipien. Dies ist der Weg der Ahlus-Sunnah... . Sinn dieser Studie ist, dass die Absicht dieser Verse gegen die Leute des Kufr und der Ablehnung gerichtet ist, selbst wenn die Wortwahl hierin generell gewählt sein sollte. Die Muslime sind von dieser Aayah ausgeschlossen, denn das Verlassen einer Handlung - obwohl man darin Iman besitzt, ist weniger schlimm als Schirk. Und Er, subhaanahu wa ta´aala, sagte: „Wahrlich, Allah vergibt nicht, dass Ihm Partner zur Seite gestellt werden und Er vergibt alles, was geringer als dies ist, wem Er will.“ [Surah an-Nisaa; 4:48]
Das Verlassen des Richtens gemäß der Offenbarung Allahs in dieser Angelegenheit ist kein Schirk, und hierin herrscht Übereinstimmung. Somit ist es erlaubt, dass es vergeben wird, doch Kufr wird nicht vergeben - also ist das Verlassen der Handlung des Richtens gemäß dem, was offenbart wurde kein Kufr.
(al-Mufham)

15 Und sein Schüler, Abu Abdullah al-Qurtubi sagte:
Es bedeutet, man glaubt daran und macht es erlaubt. Der, der dies nicht tut und glaubt, dass dies haram ist, ist von den ungehorsamen Muslimen und seine Angelegenheit wird Allah überlassen. Wenn Er will, wird Er ihn bestrafen und wenn Er will, wird Er ihm vergeben.
(al-Jaami´li Ahkaam al-Qur´aan)

16 Abu Su´ud sagte:
Es bedeutet, dass jeder, der aus Verachtung und Ablehnung nicht danach richtet „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“, weil sie es verachteten.
(Tafsir Abi Su´ud)

17 An-Nafsi sagte:
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, REGIERT“ aufgrund von Verachtung, „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44].
(Tafsir an-Nafsi)

18 Shaykh Abu Mansur sagte:
Im Falle der Ablehnung ist es erlaubt, folgende drei Urteile anzuwenden: Der Kafir ist ein Thalim und ein Fasiq, denn der Fasiq im uneingeschränkten Sinne, und ein Thalim im uneingeschränkten Sinne, ist ein Kafir.
(al-Masdar as-Saabiq)

19 Abu Bakr al-Jassaas sagte zu Allahs Aussage: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, REGIERT, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44]:
Dieser Vers bezieht sich je nachdem auf das, um welche Art des Kufr es sich handelt. Ob es Schirk und Ablehnung ist, oder Kufr an-Ni´mah (Unglaube bzgl. der Gaben und Segen Allahs), ohne Ablehnung. Wenn die Absicht das Verneinen des Richtens gemäß dem, was Allah offenbarte, und das Richten gemäß anderer außer diesem ist, so ist es eine Information hierüber, dass dies der Rechtsspruch Allahs ist (in diesem Bezug); somit ist es Kufr, der einen aus dem Islam befördert. Wer so handelt, ist ein Abtrünniger, wenn er vorher ein Muslim war.
Dies ist es, was jene erklären, die sagen: es wurde wegen Banu Israa´il herabgesandt und es bezieht sich auf uns, sie meinen: Jeder, der das Richten gemäß Allahs Offenbarung ablehnt, oder jeder, der mit etwas anderem als Allahs Offenbarung richtet und dann sagt: „Dies ist Allahs Rechtsspruch!“, so ist er ein Kafir, genau wie Banu Israa´il, als sie dies taten.

Und wenn die Absicht hier der Kufr im Bezug auf die Gaben Allahs ist, so kann der Kufr an-Ni´mah geschehen, wenn man nicht dankbar ist für die Gaben, ohne diese abzulehnen; also ist der, der so handelt, nicht aus dem Rahmen des Islam herausgenommen.
(Ahkam al-Qur´aan li Jassas)

Nun erscheint es angemessen, die Aussage jenen Menschen zuzuschreiben, die dasselbe sagten, unter ihnen waren: al-Baraa, Hudhayfah, ad-Duhak, Qatadah, Abu Salih, Abu Mijlaz, Ubaydullah bin Abdullah bin Utbah bin Mas´ud, und Abu Ya´la al-Fara. Sie alle sagten: Es ist spezifisch im Bezug auf die Ahul-Kitab (Leute der Schrift). So erreicht mit diesen acht genannten, die Zahl jener, die dies bestätigten, 27 Gelehrte.

28 Al-Baydaawi sagte:
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET“, und er lehnt es ab und verneint es, „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“, aufgrund ihrer Ablehnung und Rebellion dagegen, anhand anderem als der Offenbarung Allahs. Deshalb werden sie mit Seiner Rede: „SO SIND SIE DIE KAFIRUN“, und „DIE THALIMUN“, und „DIE FASIQUN“ beschrieben. Ihr Kufr also ist, weil sie es abgelehnt haben, zuwider gehandelt haben, hier gegen geurteilt haben und ungehorsam waren der Offenbarung gegenüber und, weil sie sich von ihr abspalteten und unterschieden, bestätigt.
(Tafsir al-Baydawi)

29 Der Kommentator von „at-Tahawiyyah“ sagte: Das ist eine Sache, die zwingend der Erklärung bedarf: dass das Richten mit bzw. gemäß anderem als das, was Allah offenbart hat, kann Kufr sein, welchen jemanden aus dem Islam nimmt, oder es kann eine große oder kleine Sünde sein, und der Kufr kann entweder metaphorisch oder kleiner Kufr sein. Dies alles ist abhängig vom Zustand des Rechtssprechenden.
Wenn er glaubt, dass das Richten mit bzw. gemäß dem, was Allah offenbarte nicht obligatorisch ist und dass er eine Möglichkeit zur Auswahl hat, oder er lehnt es ab, trotz das er sich im klaren darüber ist, dass es Allahs Entscheidung/ Befehl ist (dass er nach Seiner Offenbarung richten soll), so ist dies großer Kufr.

Und wenn er glaubt, dass es verpflichtend ist, gemäß der Offenbarung zu richten, er weiß was das in diesem Umstand entsprechend bedeutet, jedoch übergeht er dieser Anordnung, wissentlich, dass dieses Handeln der Bestrafung bedarf, so ist er sündig, und es ist metaphorischer Kufr oder kleiner Kufr.
(Sharh Aqidah at-Tahawiyyah)

30 Ibn Jawzi sagte:
Die Absicht, die hinter dieser Androhung steckt ist die, dass jeder, der mit etwas anderem richtet außer die Offenbarung Allahs, und er lehnt es ab im Wissen, dass es Allah ist, Der es herabgesadt hat, wie die Juden es taten, so ist er ein Kafir. Jeder, der mit etwas anderem außer Allahs Offenbarung richtet, darauf vertrauend, was seine Gelüste ihm befehlen und diese (Offenbarung) ablehnt, ist ein Thalim und ein Fasiq.
Ali bin Abi Talha hat überliefert, dass Ibn Abbas sagte: "Jeder, der das ablehnt, was Allah offenbarte, hat Kufr begangen, und jeder, der es bestätigt, jedoch nicht danach richtet, ist ein Thalim und ein Fasiq."
(Zaad al-Masir)

31 Shaykhul-Islam Ibn Taymiyyah sagte:
Es gibt keinen Zweifel daran, dass jeder, der glaubt, es sei nicht verpflichtend gemäß dem, was Allah Seinem Gesandten offenbarte, zu richten, ein Kafir ist. Also, jeder, der denkt, er müsse zwischen den Menschen richten mit etwas, was er als richtig ansieht und dies steht im Widerspruch zu Allahs Offenbarung, ist ein Kafir.
Es gab keine Nation, der nicht befohlen wurde, mit Gerechtigkeit zu richten und die Gerechtigkeit in ihrer Religion war das, was sie als gerecht ansah. Selbst wenn es einige gibt, die sich dem Islam zuschreiben und mit dem richten, was Allah, der Allerhöchste, der Majestätische, nicht offenbart hat, wie die Beduinen der Vergangenheit und sie fordern dazu auf, dass ihnen gehorcht wird. Sie dachten, dass es angemessen war, ohne das Buch und die Sunnah zu richten, und dies ist Kufr.
Viele Menschen akzeptieren den Islam, doch trotz dieser Akzeptanz, gehen sie ihren traditionellen Bräuchen nach und setzen sie durch. Also wenn sie wissen, dass es nicht erlaubt ist, mit etwas anderem als Allahs Offenbarung zu richten, und sie berufen sich nicht auf das, ferner jedoch, machen sie es erlaubt gemäß dem zu richten, was im Gegenspruch zu Allahs Offenbarung steht, so sind sie die Kuffar. Wenn dies nicht der Fall ist (d.h. sie wissen nicht, das es nicht erlaubt ist, mit etwas anderem als Allahs Offenbarung zu richten), sind sie unwissend.
(Minhaj as-Sunnah an-Nabawiyyah)

Er sagte auch: Immer, wenn Menschen etwas erlaubt machen, worin Übereinstimmung herrscht, dass es nicht erlaubt ist, oder sie machen Unerlaubtes, worin Übereinstimmung herrscht, dass es nicht erlaubt ist, erlaubt, oder sie verändern die Rechtssprechung, die herabgesandt wurde, sind sie abtrünnige Ungläubige, gemäß dem Verständnis der Fuqaha (Gelehrten des Fiqh).
Und dies ist eine Ansicht über Allahs Worte: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44] Das heißt also, sie machen das Richten mit etwas anderem als Allahs Offenbarung, erlaubt!

(Majmu´Fataawa Shaykhul-Islam)

32 Der Imaam, al-´Allaamah, Ibn Qayyim al-Jawziyyah (rahimahullah) sagte:
Das, was korrekt ist, ist, dass das Richten mit etwas anderem als dem, was Allah offenbart hat, zwei Arten des Kufr beinhaltet: großer und kleiner Kufr, abhängig vom Zustand der betreffenden Person, die richtet.
Wenn er glaubt, dass es, in diesem Fall, verpflichtend ist, mit dem zu richten, was Allah offenbarte, jedoch übergeht er diese Verpflichtung ungehorsamer und sündiger Weise, wo er doch weiß, dass solch eine Tat der Bestrafung gebührt, so ist dies der kleine Kufr. Wenn er aber glaubt, es sei nicht verpflichtend, mit dem zu richten, was Allah offenbarte und dass er eine Wahl hätte in der Angelegenheit, wo er sich sicher ist, dass es Allahs (letzter, gültiger) Rechtsspruch ist (dass er nach Seiner Offenbarung geht im Richten in Angelegenheiten), so ist dies der große Kufr. Wenn er unwissend ist oder er hat einen Fehler begangen, so überträgt sich die Weisung jener, die Fehler begangen haben, auf ihm.
(Madarij as-Salikin)

33 Ibn Kathir (rahimahullah) sagte:
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44] Dies ist so, weil sie absichtlich und hartnäckig Allahs Urteil ablehnten (in der Angelegenheit). Und Er sagte weiter: „SO SIND SIE DIE THALIMUN“, dies, weil sie zwischen dem, der falsch liegt und dem, dem falsches angetan wird, nicht unterschieden haben, in einer Angelegenheit, bei der Allah zu Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zwischen ihnen aufgerufen hat, also haben sie sich dem widersetzt, haben Fehler begangen und waren ungehorsam.
(Tafsir al-Qur´an al-Karim)

34 Der´Allaamah des Shaam (Region des heutigen Syrien, Libanon, Palästina, Jordanien), Jamal al-Qasimi (rahimahullah) sagte:
Der Kufr des Anführers (Oberhaupts) (bzw. diejenigen, der richtet), der mit etwas anderem richtet als das, was Allah offenbarte, geschieht, weil er diese Offenbarung ablehnt oder verneint. Das ist, was die meisten sagen und was von Ikrimah und Ibn Abbas überliefert wird.
(Muhasin at-Ta´wil)

35 Der Autor von Manar (rahimahullah) sagte:
Viele der Muslime haben neue Formen des Rechtssystems erfunden und neu eingeführt, und Gesetze, wie diejenigen, die vor ihnen kamen und neue erfunden haben. Dadurch, dass sie anhand dieser richten, haben sie einiges von dem, was ihnen Allah offenbarte, verlassen. Jene, die das, was Allah ihnen offenbarte, verlassen, sich nicht daran halten und es im Bezug auf ihre Korrektheit ablehnen, sind es, über die Allah in diesen drei Versen spricht, und es ist wahr (was Er spricht), oder zumindest einige dieser Verse finden Anwendung auf sie, jedes basierend auf ihrem Zustand: wer also die Anwendung der Strafe für den Dieb ablehnt, die, die auf den Beschimpfer anzuwenden ist, oder auf den Unzucht-begehenden, ohne irgendeine plausible Ansicht, die er zu vertreten vermag, von den von-Menschen-erschaffenen-Gesetzen (und meint, diese seien besser), ist definitiv, ohne Zweifel und mit Sicherheit ein Kafir.
Und der, der nicht gemäß dieser richtet, aus anderen Gründen, ist ein Thalim, wenn er die Wahrheit vernachlässigt haben sollte oder die Gerechtigkeit oder Gleichberechtigung hinten stehen ließ in der Angelegenheit. Anderenfalls (Gründe, die kleiner sind als diese), ist er nur ein Fasiq.
Und wir sehen viele religiöse Muslime, die glauben, dass jene, die von-Menschen-erschaffene-Gesetze und Rechtssysteme haben, Kuffar sind. Aufgrund Allahs Rede: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44] Das (ist das) Sprechen des Takfir über den Richter, der mit diesen Gesetzen richtet, und Takfir auf Anführer/ Oberhäupter oder Sultane, die diese Gesetze anwenden.
Selbst wenn sie es nicht wissen sollten, so sind sie diejenigen, die die Richter dazu bewogen haben ... . Was das nehmen des Verses anhand dessen, was offenkundig ist, anbelangt, so habe dies einer der wohlbekannten Imame des Fiqh gesagt, jedoch hat das in Wahrheit keiner jemals behauptet (was behauptet wird von jenen, die Takfir machen)!
(Tafsir Manar)

36 Shaykh Abu Hibbatullah Ismaa´il bin Ibrahim as-As´aridi (rahimahullah) sagte:
Jeder, der glaubt, dass es nicht verpflichtend ist mit dem, was Allah Seinem Gesandten offenbarte, zu richten (regieren), und er denkt, es sei erlaubt über die Menschen zu richten mit dem, was er selbst als gerecht ansieht, wo dies jedoch im Widerspruch zu dem, was Allah offenbarte, steht, ist ein Kafir ... .
Wenn sie wissen, dass es nicht erlaubt ist, mit etwas anderem außer Allahs Offenbarung zu richten (regieren) und sie halten sich dennoch nicht daran, jedoch machen sie das Richten (Regieren) mit bzw. gemäß dem, was der Offenbarung Allahs entgegengesetzt ist, legal, so sind sie Kuffar, und wenn nicht (wenn sie kein Wissen über die Unrechtmäßigkeit des Richtens gemäß etwas anderem als Allahs Offenbarung besitzen), sind sie irregeführt und unwissend.
(Tahdhir Ahlul Iman´an al-Hukm bi gharýri maa anzal ar-Rahmaan)

37 Der Shaykh, al- ´Allaamah, ash-Shinqiti (rahimahullah) sagte:
Wisse, dass die Wörter Kufr, Thulm und Fisq jedes benutzt wird in der „Schar´“ (Gesetzgebung; abgeleitet von Schari´ah), manchmal bedeutet es Sünde und manchmal Kufr (Unglaube), welches jemanden aus dem Islam herauswirft: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET“ im Gegensatz und Widerspruch zu den Gesandten allesamt und das Verwerfen und Ignorieren von Allahs Rechtsspruch, so ist dieser Thulm, Fisq und Kufr, alle drei, die einen aus dem Islam herauswerfen.
„UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44], Ibn Abbas hat gesagt: Kufr weniger als Kufr, Thulm weniger als Thulm, und Fisq weniger als Fisq. Es wird zu einem großen Thulm, wenn er glaubt, dass es erlaubt und eine große Sünde ist, wenn er dies tut, wo er doch weiß, dass es nicht erlaubt ist.
(Tafsir al-Karim ar-Rahman)

39 Der Shaykh, der ´Allaamah Muhammad bin Ibrahim (rahimahullahu ta´aala) sagte:
Jeder, der damit richtet bzw. regiert (d.h. mit den von-Menschen-erschaffenen-Gesetzen), oder er richtet damit, und glaubt, dass es richtig und erlaubt ist, ist ein Kafir, der Kufr begangen hat, welchen einen aus dem Rahmen des Islam herauswirft. Wenn er dies tut, und er glaubt, es sei erlaubt und richtig, hat er Kufr begangen in der Handlung, welchen einen nicht aus dem Islam herauswirft.
(Majmu´ Fataawa)

40 Der Mujahid der Religion, der Imam von Ahlus Sunnah wal- Jamaa´ah, Shaykh Abdul-Aziz bin Abdullah bin Baz (rahimahullahu ta´aala), möge Allah ihn mit dem Besten an Belohnung belohnen vom Islam und den Muslimin, sagte:
Diejenigen, die mit etwas anderem richten, außer dem, was Allah offenbarte, sind in vier Kategorien zu unterteilen:

1. Derjenige, der behauptet: Ich richte (regiere) anhand dieser (d.h. den menschlichen Gesetzen), weil sie besser sind als die islamische Schari´ah. Er ist ein Kafir, der den großen Kufr begangen hat.
2. Derjenige, der sagt: Ich richte (regiere) mit diesen, weil sie der islamischen Schari´ah gleich sind, und das Richten (Regieren) mit diesen ist erlaubt, genauso, wie das Richten (Regieren) mit der Schari´ah erlaubt ist. Er ist ein Kafir, der den großen Kufr begangen hat.
3. Derjenige, der behauptet: Ich richte (regiere) hiermit, jedoch ist das Richten (Regieren) gemäß der islamischen Schari´ah besser, aber immerhin ist es erlaubt, mit etwas anderem als das, was Allah offenbarte, zu richten (regieren). Er ist ein Kafir, der den großen Kufr begangen hat.
4. Derjenige, der sagt: Ich richte (regiere) hiermit, und er weiß, dass das Richten (Richten) gemäß etwas anderem als die Offenbarung Allahs nicht erlaubt ist und er sagt: „Das Richten (Regieren) gemäß der Islamischen Schari´ah ist besser und etwas Gegensätzliches ist nicht erlaubt.“ Jedoch ist er nachsichtig und nachlässig oder er macht so einen Fehler im Rechtsspruch, dann ist er ein Kafir, der den kleinen Kufr begangen hat, und dies nimmt ihn nicht (!) aus dem Islam heraus, jedoch hat er eine große Sünde begangen.
(Qadhiyyah at-takfir bayna Ahlus-Sunnah wa Firaq ad-Dalalah)

Er (Ibn Baaz, rahimahullah) sagte weiter: Jeder, der die von-Menschen-erfundenen-Gesetze lernt und ein Mittel für ihre Belehrung an andere ist, um dann damit zu richten, oder er hilft dabei, wo er doch Iman daran hat, dass es nicht erlaubt ist, dass man mit etwas anderem außer Allahs Offenbarung richtet (regiert), aber die Gelüste übermannen ihn, oder der Wunsch nach Reichtum gewinnt Überhand über ihn, dann sind diese Arten von Menschen, ohne Zweifel, Fasiqun.
In ihnen ist Kufr, Thulm und Fisq, jedoch ist es der kleine Kufr, der kleine Thulm und der kleine Fisq. Es schließt ihn nicht aus dem Islam aus, und diese Aussage ist wohl bekannt unter den Gelehrten und den Leuten des Wissens. Es ist die Aussage des Ibn Abbas, Tawus, Ataa Mujahid, und einer Gruppe der Salaf und der Khalaf, wie von al- Hafidh ibn Kathir berichtet wird, von al-Baghawi, al-Qurtubi, und anderen. Es wurde auch von al- ´Allaamah Ibn Qayyim (rahimahullah) in seinem Buch „Kitab as-Salah“ erwähnt.

Und jeder, der die von-Menschen-erfundenen Gesetze lernt oder deren Lehren verbreitet, im Glauben daran, dass es erlaubt sei, danach zu richten (regieren), egal, ob er daran glaubt, dass die Schari´ah besser ist oder nicht, ist ein Kafir, der den großen Kufr begangen hat und die Muslime sind in völliger Übereinstimmung diesbezüglich. Denn dadurch, dass er es erlaubt macht, dass man mit von Menschen-erfundenen-Gesetzen richtet (regiert), die im Widerspruch und Widerstand zur Offenbarung Allahs stehen, hat er das von der Religion, was bekanntermaßen unerlaubt ist, als erlaubt proklamiert.
Dasselbe gilt für die Unzucht, dem Genuss von Alkohol (und anderen Intoxikantien, wie Rauschgift etc.; Anm. des Übersetzers), wenn diese und ähnliche Sachen erlaubt gemacht werden, wo doch Allah sie als unerlaubt gerichtet hat, denn durch diese Veränderung des Rechtsspruchs Allahs meint er, dass Allah und sein Gesandter gelogen haben, und dadurch hat er sich dem Buche und der Sunnah widersetzt.

Die Gelehrten sind ausnahmslos der Meinung, dass es Kufr ist, wenn jemand das, was Allah unerlaubt gemacht hat, erlaubt macht oder umgekehrt, von den offenkundig klaren Dingen der Religion. Jedem, der über die Aussagen der Gelehrten der vier Rechtsschulen im Bezug auf Abtrünnigkeit nachdenkt, werden diese Aussagen klar werden.
(Majmu´ Fataawa wa Maqalat Mutanawwiyah)

Und in einer Diskussion über die Dinge, die den Islam einer Person auslöschen, hat er gesagt: Beinhaltet in der vierten Kategorie ist: Jeder, der glaubt, dass Rechtleitung außer der Rechtleitung des Gesandten (sallAllahu alaihi wa sallam) kompletter und weiser ist, oder das andere Rechtssprüche als die seine besser sind, ist ein Kafir. Jeder, der glaubt, dass Systeme und von-Menschen-erfundene-Gesetze, die den Menschen von Menschen vorgestellt wurden (d.h. die keinen göttlichen Ursprung haben), besser sind, als die Schari´ah des Islam, oder das sie gleichwertig sind, oder dass es erlaubt ist, mit ihnen anstatt der islamischen Schari´ah zu richten (regieren), oder er glaubt, das das islamische Rechtssystem nicht aktuell und angemessen für die gegenwärtige Zeit des 20. Jahrhunderts ist, oder dass es der Grund für die Spaltung der Muslime ist, oder dass es sich nur auf die Beziehung zwischen dem Diener und seinem Herrn bezieht (und fertig), und dass es nichts zu tun hat in alltäglichen Angelegenheiten (so sind alle diese Arten von Menschen in der vierten Kategorie mit eingeschlossen).

Auch beinhaltet diese vierte Kategorie jenen, der sagt, dass Allahs Rechtsspruch im Bezug auf das Abschneiden der Hand des Diebes oder die Steinigung der Unzuchtbegehenden unangemessen für unser „modernes Zeitalter“ sei. Und jeder, der glaubt es sei erlaubt mit etwas anderem als die Schari´ah von Allah zu richten (regieren) im Bezug auf die zwischenmenschlichen Geschäftsbeziehungen, Bestrafungen, oder ähnlichem - selbst wenn er nicht daran glaubt, dass es besser als der Rechtsspruch der Schari´ah des Islam ist.
Denn dadurch hat er erlaubt gemacht, in was es absolute Übereinstimmung gibt, dass Allah es unerlaubt gemacht hat. Und jeder, der das offenkundig Unerlaubte an religiösen Angelegenheiten, wie Zinsverzehr, Unzucht, Genuss von Unerlaubtem, Richten (Regieren) gemäß etwas anderem außer Allahs Schari´ah, erlaubt macht, ist ein Kafir. Hierüber herrscht uneingeschränkte Übereinstimmung unter den Muslimen.
(al-Marji´ as-Sabiq)

Die Ummah (Nation der Muslime) erfuhr mit dem Tode des Shaykhs einen beraubenden Schmerz, der kurz vor dem Fajr-Gebet, am Donnerstag, den 27.01.1420H, verstarb. Und ich war einer derjenigen die über ihn das Totengebet sprachen, in der Masjid al-Haram in Makkah al-Mukarramah.

41 Und wohlbekannt ist die Meinung des Muhaddith unserer Zeit, dem Faqih, dem Imam, dem Mujaddid des Islam, dem Shaykh, al- ´Allaamah, Nasiruddin al-Albani (rahimahullahu ta´aala). Möge Allah ihn und seiner Familie mit dem besten Lohn des Islam belohnen.
Seine Meinung hierzu wurde in der Zeitung „ash-Sharq al-Awsat“ und in der Zeitung „al-Muslimun“, veröffentlicht, und Shaykh ibn Baz hat ein Kommentar und eine Aussage der Unterstützung für die Ansichten des Shaykhs al-Albani in beiden wohlbekannten Zeitungen veröffentlicht.
Er (Shaykh ibn Baz) sagte: Ich wurde über die wertvolle und nützliche Antwort des wertvollen Shaykhs Muhammad Nasiruddin al-Albani, möge Allah ihm weiterhin Unterstützung gewähren, informiert, welche in den Zeitungen „ash-Sharq al-Awsat“ und „al-Muslimun“ veröffentlicht wurden, in denen er eine Antwort auf eine Frage bezüglich des Takfir über jemanden, der mit etwas anderem als Allahs Offenbarung richtet (regiert) gab, ohne genauer zu werden (d.h. ohne in die genaueren Umstände des Zustandes des Richters, Oberhaupts zu schauen).
So schrieb er eine wertvolle Antwort, die wahr und korrekt ist, er folgte dem Pfad der Gläubigen und machte klar, möge Allah ihn beschützen, dass es nicht erlaubt ist, über jemanden, der nicht mit dem was Allah offenbarte, richtet, Takfir zu machen, nur weil er so handelt, ohne zu wissen ob er in seinem Herzen daran glaubt, dass es erlaubt ist, so zu handeln. Er (Shaykh al-Albani) rechtfertigte seine Aussage mit dem, was von Ibn Abbas (radiAllahu anahu) überliefert wurde und von anderen von den Salaf dieser Ummah.

Zweifellos ist das, was er erwähnt in seiner Antwort hat richtig, bezüglich des Tafsirs der Rede Allahs, als Er sagte: „UND JEDER, DER NICHT GEMÄß DEM, WAS ALLAH OFFENBARTE, RICHTET, SO SIND SIE DIE KAFIRUN“ [Surah al-Maa´idah; 5:44]
Und er, möge Allah ihn beschützen, hat klar gemacht, dass Kufr aus zwei Kategorien besteht: kleiner und großer Kufr, genauso wie Thulm aus zwei Kategorien besteht und genauso wie Fisq aus zwei Kategorien besteht: kleiner und großer.

Also jeder, der daran glaubt, dass es erlaubt sei, mit etwas anderem als dem, was Allah offenbarte, zu richten (regieren), oder genau so im Bezug auf Unzucht, Zinsverzehr oder anderen unerlaubten Handlungen, wobei bezügliches ihres Verbotes uneingeschränkte Übereinstimmung herrscht, hat großen Kufr begangen, großen Thulm und großen Fisq.
Und jeder, der diese Dinge macht, ohne sie als erlaubt zu bezeichnen, hat kleinen Kufr, kleinen Thulm und kleinen Fisq begangen. Was die Aussage des Propheten (sallAllahu alaihi wa sallam) anbelangt, in dem Hadith, der von Ibn Mas´ud (radiAllahu anhu) überliefert wird: „Verunglimpfen eines Muslim ist Ungehorsam und das Bekämpfen eines Muslims ist Kufr!“, hat er (sallAllahu alaihi wa sallam) damit folgendes gemeint: Den kleinen Kufr und den kleinen Fisq und der Ausdruck ist generell als eine Abschreckungsmaßnahme gemeint, wie die abscheulichen und teuflischen Handlungen.
Genauso, wie seine Aussage (sallAllahu alaihi wa sallam), wo er sagte: „Es gibt zwei Taten, die Muslime tun, und sie sind Kufr: die üble Nachrede über die Abstammung und das Klagen über die Toten!“ (Sahih Muslim) Und seine (sallAllahu alaihi wa sallam) Aussage: „Kehrt nicht, nach mir, als Kuffar um, indem ihr die Genicke voneinander erschlagt!“

(al-Majallah as-Salafiyyah)

Die Ummah war hart von schmerzlichem, beraubendem Schmerz getroffen, als Shaykh al-Albani (rahimahullah) nach dem Maghrib-Gebet am Samstag, den 22.06.1420H verstarb. Er ist nach dem Ischaa´-Gebet begraben worden.

42 Die Aussagen der Imame, al-Albani und Ibn Baz (möge Allah sie beide in Seine Gnaden eintreten lassen) wurden Shaykh Muhammad ibn Salih al-Uthaymin (rahimahullah) vorgetragen, er stimmte ihren Aussagen zu und erklärte seine Unterstützung.


Dies sind die Aussagen der Imame des Islam. Der Imame der Vergangenheit und der Gegenwart bezüglich dieser verheerenden, gefährlichen Angelegenheit. Also was gibt es noch nach Haqq (der Wahrheit) außer Falschheit und Irreführung?
(Das Richten (Regieren) gemäß etwas anderem außer der Offenbarung Allahs und die Fundamente des Takfir)


Viertens: Derjenige, der behauptet, er habe Wissen über das Verborgene neben Allah, Der allein Wissen über das Verborgene besitzt. Der Beweis hierfür ist: „(Er,) Kenner des Verborgene (Ghayb) - Er enthüllt niemandem das, was bei Ihm verborgen (Ghayb) ist, außer dem Gesandtem, den er bewilligt; da lässt Er vor ihm und hinter ihm Wächter (Engel), einhergehen ...“ [Surah Jinn; 72:26-27]

Und Seine Aussage, subhaanahu wa ta´aala: „Er verfügt über die Schlüssel des Ghayb (Verborgenen), niemand kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne dass Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen der Erde, und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.“ [Surah al-An´am; 6:59]

Fünftens: Derjenige, der als Gottheit neben/ außer Allah angebetet wird, und er ist zufrieden mit dieser Anbetung. Beweis hierfür ist Allahs Aussage: „Und wer von ihnen sagen sollte: „Ich bin al-Ilah (ein Gott neben/ außer Ihm (Allah))“, dem vergelten Wir mit der Hölle. So vergelten Wir den Thalimun (Ungerechten).“ [Surah al-Anbiya; 21:29]

So wisse und verstehe, dass niemand Mu´min (Gläubiger) an Allah wird, solange er keinen Kufr an Taghut hat, und der Beweis ist Allahs Rede: „... (Der Weg der) Besonnenheit (ar-Rushd) ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung (al-Ghayy). Wer also Kufr an Taghut hat (falsche Götter verleugnet), jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhöhrend, Allwissend!“ [Surah al-Baqarah; 2:256]

Ar-Rushd (der richtige Pfad) ist die Din (die Religion) des Muhammad (sallAllahu alaihi wa sallam), und al- Ghayy (der falsche Pfad) ist die Din des Abu Jahl. [3]
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[3] Die Din des Abu Jahl ist der Glaube an Tauhid ar-Rububiyyah, während man nicht an Tauhid al-Uluhiyyah glaubt und diesen ablehnt. Shaykh Salih al-Fawzaan (hafidhahullah) sagte in seiner „Erklärung der vier Prinzipien“: „So ist Tauhid nicht etwas, worin man nur Tauhid ar-Rububiyyah akzeptiert, wie die Gelehrten der theologischen Rhetorik und Philosophie in ihrer Ideologie behaupten. Sie glauben und bestätigen, dass Tauhid nur die Bestätigung, dass Allah der Schöpfer (al-Khaliq), der Versorger (ar-Raziq), der Beleber (al-Muhyi), der Tod-Verursacher (al-Mumit) ist.
Sie sagen: „Einer in Seiner Essenz hat keine Teilung von Sich. Einer in seinen Attributen hat kein Gleichnis zu Sich. Einer in seinen Handlungen hat keinen Partner neben Sich.“, und dies ist Tauhid ar-Rububiyyah. Geht zurück zu jedem möglichen Buch der Gelehrten der theologischen Rhetorik und du wirst sehen, dass sie von Tauhid ar-Rububiyyah nicht weitergehen. Dies ist nicht der Tauhid, wegen dem Allah Seine Gesandten und Propheten entsandt hat, und diese Bestätigung selbst bringt kein Nutzen für denjenigen, der sich hierauf bezieht.
Dies, weil es das ist, was die Muschrikun und die Führer des Unglaubens bestätigen, jedoch bringt es sie nicht aus dem Kufr heraus, noch bringt es sie in den Islam hinein, und dies ist ein grauenhafter Fehler. Jeder, der an diese Ideologie glaubt, hat keinen Fortschritt in der Ideologie des Abu Jahl und Abu Lahab erlangt. Dies ist der Zustand, in dem wir einige der Rationalisten und Intellektuellen der heutigen Zeit finden. Sie bestätigen nur den Tauhid ar-Rububiyyah, aber gehen nicht weiter zum Tauhid al-Uluhiyyah, und dies ist der gewaltigste Fehler, den man im Bezug auf die Bedeutung des Tauhid machen kann.
Was Schirk anbelangt, sagen sie: „Es ist, dass man glaubt, jemand anderes erschafft an der Seite von Allah oder versorgt an der Seite von Allah!“ Wir sagen: „Dies ist die Aussage von Abu Jahl und Abu Lahab. Sie (Abu Jahl und Abu Lahab) sagten niemals: Jemand anderes erschafft an der Seite neben Allah und jemand anderes versorgt an der Seite neben Allah! Jedoch bestätigten sie, dass Allah al-Khaliq, ar-Raziq, al-Muhyi, al-Mumit ist.“
(Ende)

Die vertrauenswürdigste Haltung, das Seil, das niemals reissen wird, ist das Bezeugen von „Laa ilaaha illAllah“ (Es gibt keine zurecht anbetungswürdige Gottheit, außer Allah). Dieses Bezeugnis beinhaltet sowohl Bestätigung als auch Ablehnung:
Die Bestätigung der rechtmäßigen Anbetung, die nur Allah, subahaanahu wa ta´aala gebührt. D.h.: alle Formen des Gottesdienstes/ der Anbetung werden nur Ihm alleine zugesprochen. Und die Ablehnung der rechtmäßigen Anbetung, die nur Allah, subahanahu wa ta´aala gebührt, dass diese anderen neben/ außer Ihm zugesprochen werden. D.h. alle Formen des Gottesdienstes werden niemandem zugesprochen, der sie neben/ außer Allah beansprucht! Die Bestätigung ist somit absolut und frei von jeglichen Partnern, und nur für Allah alleine, dem Allerhöchsten, bestimmt.


Muhammad bin Sulaiman at-Tamimi, rahimahullah (verst. 1206H)


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