Frage:
Es wird gesagt, dass Riddah (Apostasie) entweder durch Worte oder durch Handlungen erfolgen kann. Ich hoffe, dass Sie mir kurz die mündlichen, praktischen und doktrinellen Formen der Riddah erklären.

Antwort:
Riddah ist das Zurückkehren zum Kufr (Unglaube) nachdem man den Islam angenommen hat. Es kann durch Wort, Aktion, Irreglauben und Zweifel erfolgen. Folglich, wer:

  • andere Partner neben Allaah beigesellt
  • Seine (Allaahs) Gottheit, seine Einzigkeit, einer Seiner Eigenschaften, seiner Offenbarungen oder Propheten verleugnet
  • Allaah oder Seinen Gesandten verflucht
  • die einvernehmlich verbotenen Dinge verleugnet oder sie als erlaubt erklärt
  • eine der fünf Säulen des Islaams verleugnet oder an deren Verpflichtung zweifelt
  • die Wiederauferstehung bezweifelt
  • die Wahrhaftigkeit von Muhammad (salla-llaahu alayhi wa sallam) oder einen der Propheten anzweifelt
  • sich vor einem Götzen, Planeten oder dergleichen niederwirft

hat (großen) Kufr begangen und ist vom Islaam abgefallen.

Bitte lesen Sie die Kapitel über die Abhandlung der Riddah in den Büchern des Fiqh (islamische Rechtswissenschaft), die von den Gelehrten zu diesem Thema erarbeitet wurden. Basierend auf der obigen Erklärung, können Sie die mündlichen, praktischen und doktrinellen Formen der Riddah verstehen.


Das Ständige Komitee für wissenschaftliche Forschung und Rechtsfragen
(Abdulaziz ibn `Abdullah ibn Baz , Abdurrazzaq Afify, Abdullah ibn Qa`ud, Abdullah ibn Ghudayyan)

alifta.net; Gruppe 1; Band 2; Seite 9; Zweite Frage der Fatwa Nr. 7150

 

Übersetzt von Umm Sayfullaah

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